"Team für Jesus": Familiengottesdienstes stand im Zeichen des Fußballs

"Team für Jesus" : Familiengottesdienstes stand im Zeichen des Fußballs

Trotz der Fußball-WM in Brasilien waren sie zum Heimspiel vollzählig angetreten: Göttlich, Breitkreuz, Großmund - und wie sie sonst noch alle heißen, die Kicker der örtlichen Nationalelf der Fußball- oder vielmehr der Pfarreiengemeinschaft Königswinter am Oelberg.

Schließlich ging es beim Familiengottesdienst "Großer Bruder" am Sonntag in der katholischen Pfarrkirche in Thomasberg auch um das Thema Fußball, "und um Petrus und Paulus, zwei Heilige, die nicht unbedingt ein Dreamteam waren", so Diakon Udo Casel, der die Messe gemeinsam mit Pfarrer Arnold Hatscher aus Ittenbach und Gemeindereferentin Judith Effing zelebrierte. Ein Gottesdienst, bei dem es für die Kinder wieder einmal hieß "Hier sitzen sie in der ersten Reihe", während die Eltern auf den hinteren "Rängen" Platz nehmen durften.

"Ein Team für Jesus" lautete das Motto. Und bevor die Kirchenglocken zum eigentlichen Gottesdienst läuteten, hatten sich die vielen Jungen und Mädchen bereits beim Torschusstraining mit dem TuS Oberpleis fit gemacht, eine Bodypercussion mit Peter Wendland eingeübt und sich auf der Spielstraße unter anderem die notwendigen Utensilien zur akustischen Untermalung gebastelt. "Vuvuzelas" aus Plastik - das war gestern.

Heutzutage wird in handgearbeitete Tröten, die mit bunten Perlenschnüren verziert sind, geblasen - die sind viel schöner anzusehen und auch viel angenehmer für die Ohren. Es war die vierte Auflage des außergewöhnlichen Familiengottesdienstes der Pfarreiengemeinschaft, hinter dem die Idee steht, Kinder und Jugendliche für Kirche zu begeistern.

"Sie sollen erleben, dass die Begegnung mit Gott Spaß macht, dass Kirche nichts Dröges, sondern etwas Lebendiges, Begeisterndes ist", betont Effing. Dafür, dass dies am Sonntag tatsächlich so war, sorgten nicht nur die Kinderchöre aus Oberpleis und Stieldorf, sondern auch die vielen Spielszenen und die gemeinsame Arbeit in Kleingruppen während des Gottesdienstes.

Die übrigens kommt bei den jungen Besuchern ganz besonders gut an, wie eine Umfrage ergab. Auch was die Musik, die Spielstraßenaktionen und die Theaterdarbietungen betrifft, gab es durchweg gute Noten für die Veranstalter, die in verschiedenen Teams die Messen vorbereiteten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Mehr von GA BONN