Naturschutzgroßprojekt in Königswinter: Fällungen und Rückschnitte dienen der Artenvielfalt

Naturschutzgroßprojekt in Königswinter : Fällungen und Rückschnitte dienen der Artenvielfalt

An mehreren Stellen im Königswinterer Stadtgebiet werden derzeit Bäume gefällt und Büsche beschnitten. Die Arbeiten dienen dem Schutz der Natur: Durch Beweidung mit Schafen und Ziegen sollen die Flächen freigehalten werden und so bedrohten Pflanzen- und Insektenarten eine Heimat bieten.

Wo heute noch Bäume stehen und Büsche wachsen, sollen künftig Schafe und Ziegen weiden. Ein solches Beweidungskonzept für mehrere Flächen im Königswinterer Stadtgebiet wird derzeit im Rahmen des Naturschutzprojektes Chance 7 entwickelt.

Seit Mitte November werden am Kellerberg Bäume gefällt und Büsche zurückgeschnitten, wie der Rhein-Sieg-Kreis mitteilt. „Diese Arbeiten sind sehr wichtig für hier vorkommende bedrohte Tiere und Pflanzen“, so Georg Persch, Leiter des Naturschutzprojektes Chance 7. Die Flächen würden offener und dadurch besser von der Sonne erreicht, was sie zu einem attraktiven Lebensraum für bedrohte Arten mache.

Schafe und Ziegen als Naturschützer

Zu diesen Arten zählen Reptilien wie die Zaun- oder Mauereidechse, Vogelarten wie die Zippammer, aber auch Insekten wie Schmetterlings- und Grashüpferarten. Von dieser Arten- und Pflanzenvielfalt würden dann wiederum die Wandernden und andere Erholungssuchende profitieren, glaubt der Experte. Neben den Arbeiten am Kellerberg werden auch unterhalb des Jufa-Hotels sowie an den Steinbrüchen Stenzelberg, Weilberg, Wolkenburg, Rabenlay und Eulenberg Fällungs- und Schnittarbeiten durchgeführt. Das Schnittgut soll bis Mitte April abtransportiert werden. Erneut austreibende Pflanzen und Büsche würden zunächst zurückgeschnitten und in Zukunft das Grün dann von Schafen und Ziegen kleingehalten.

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