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Initiative des Bürgervereins Oberhau: Eudenbach bekommt einen Wochenmarkt

Initiative des Bürgervereins Oberhau : Eudenbach bekommt einen Wochenmarkt

Die Eudenbacher bekommen wieder eine Einkaufsmöglichort in ihrem Ort: Auf Initiative des Bürgervereins Oberhau gibt es ab kommenden Mittwoch einen Wochenmarkt auf dem Marktplatz.

Einen Supermarkt gibt es in Eudenbach nicht. Einen Bäcker oder Metzger suchen die Anwohner ebenso vergebens. Um Lebensmittel zu kaufen, mussten sie bisher beispielsweise nach Oberpleis oder nach Aegidienberg fahren. Das ändert sich mit Beginn des neuen Monats, zumindest an einem Tag in der Woche. Jeden Mittwoch können die Anwohner in der Gemarkung Oberhau nun von 7 bis 13 Uhr Obst und Gemüse, Eier, Geflügelwaren und Käse sowie frischen Fisch und frisches Rindfleisch auf dem Wochenmarkt auf dem Marktplatz einkaufen.

„Die Idee für den Wochenmarkt kam uns, weil in Eudenbach quasi gar nichts mehr existiert“, sagt Sandra Nikolai, Vorsitzende des Bürgervereins Oberhau, mit Blick auf die Versorgungslage im Ort. Anfang des Jahres hätten sie die Umsetzung des Vorhabens in Angriff genommen. „Das Problem war, dass es auf dem Marktplatz keine Stromversorgung und keinen Verteiler gibt“, erklärt Nikolai eines der Hindernisse.

Der Königswinterer Betrieb Rya Wohnbau GmbH habe schließlich ausgeholfen und einen mobilen Baustromverteiler zur Verfügung gestellt und installiert. Anfang April stellte der Bürgerverein dann den Antrag an die Stadt Königswinter, die dem Verein auch die Erlaubnis zur Durchführung eines Wochenmarktes erteilte.

Versorgungsengpass beheben und Treffpunkt

Bei der Planung mit dabei war auch Obsthändler Michael Beckhaus, der unter anderem bereits auf dem Wochenmarkt freitags in Heisterbacherrott mit seinem Wagen vertreten ist und nun auch in Eudenbach seine Waren verkaufen wird. Neben dem Stand von Obst Beckhaus werden noch drei weitere Stände auf dem Marktplatz in Eudenbach stehen. Das habe bisher nicht geklappt. „Vielleicht kommt irgendwann noch ein Brotstand dazu“, sagt Nikolai.

Ziel des Wochenmarkts sei es auf der einen Seite, den „Versorgungsengpass im Ort zu beheben“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Auf der anderen Seite stehe noch der soziale Aspekt. „Der Wochenmarkt soll ein Treffpunkt werden“, hofft Nikolai. Die Genehmigung der Stadt ist auf ein halbes Jahr ausgelegt. So lange soll es den Wochenmarkt mindestens geben – vielleicht auch länger. „Wir schauen nun, wie es überhaupt anläuft und wie der Markt angenommen wird“, sagt Nikolai. Auf die Idee an sich habe es jedoch bereits viel positive Resonanz gegeben. Nun hofft der Bürgerverein auf regen Betrieb zum Start am kommenden Mittwoch.