So gesehen : Einfach nur schön

Alle stöhnen, wenn das Thermometer in diesen Tagen weit über 30 Grad steigt - nicht jedoch GA-Redakteurin Katrin Janßen. Sie mag die Hitze.

Um es gleich zu sagen: Ich mag Sommer. Ich mag die Sonne. Ich mag Wärme. Ich mag kurze Röcke und ärmellose T-Shirts. Darum liebe ich die Hundstage, jene Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, in der es in Europa erfahrungsgemäß besonders warm ist. Oh, und ich hasse Klimaanlagen, weil ich mich regelmäßig ihretwegen erkälte.

Das vorweggeschickt, damit klar ist, dass ich mich nicht ganz unvoreingenommen dem Thema Wetter nähere. So wie das gefühlt jeder andere Mensch derzeit auch tut. Hitze, Sommer, Sonne sind (wenn es nicht gerade um Özil und den Deutschen Fußballbund geht) das meistdiskutierte Thema.

Und nicht nur im direkten Umfeld, auch in den sozialen Medien gibt es kaum einen Post, der nicht irgendetwas mit Wetter zu tun hat. Da sind die – völlig berechtigten – Hinweise von Behörden, Feuerwehr oder Ärzten, die vor den Folgen der Hitze gerade für ältere Menschen und für Kinder warnen. Da sind die – vermutlich gut gemeinten – zehn besten Tipps, um im Büro, in der Wohnung oder wo auch immer die tropische Hitze zu überstehen.

Da ist das Unternehmen, das mir – völlig uneigennützig – einen Rasensprenger verkaufen will, der sich nach getaner Arbeit wieder selbst im Boden versenkt. Und da sind die Freunde, die Urlaub machen, und mich – ganz bestimmt ganz lieb gemeint – mit Bildern von Rieseneisbechern oder Gläsern mit eiskaltem Aperol Spritz beglücken, während ich vor dem Rechner schmore.

Der übrigens ebenfalls in der Hitze langsamer arbeitet. Nein, nicht gefühlt. Er schaltet auf Sparflamme. Um nicht zu überhitzen, sagt die IT. Da könnte ich glatt ins Jammern kommen. Tue ich aber nicht. Denn ich weiß, dass es am Abend im Biergarten noch immer schön warm ist. Dann beglücke ich die anderen mit einem Aperol-Spritz-Foto.