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Kommentar zur Stadtgrenze Honnef/Königswinter: Eine Lösung ist in Sicht

Kommentar zur Stadtgrenze Honnef/Königswinter : Eine Lösung ist in Sicht

Familie Heimbach wohnt an einer Straße in Ittenbach, ihr Grundstück gehört jedoch zum Honnefer Stadtgebiet. Ein Umstand, der Probleme mit sich bringt. Erfreulich, dass sich die Stadt dem Thema nun annimmt.

Als die Familie Heimbach vor 13 Jahren nach Ittenbach zog, hätte sie sich nicht träumen lassen, dass ihr schönes Grundstück ihr mal so viel Ärger bereiten würde. Dass wichtige Post von Behörden nicht den Weg an den Lahrring findet, weil die postalische und polizeiliche Adresse der Heimbachs nicht übereinstimmen, kann durchaus schwerwiegende Folgen haben.

Darum ist es erfreulich, dass sich die Stadt Bad Honnef dieses Themas jetzt annimmt und – mal abgesehen von der Grenzregulierung – auch kurzfristig Abhilfe schaffen will, um den Betroffenen ihr Leben zu erleichtern. Dass der Prozess überhaupt in Gang kommt, ist für die Betroffenen eine wichtige Botschaft.

Bürgermeister Otto Neuhoff hält die Grenzregulierung für sinnvoll, weist aber zu Recht darauf hin, dass die große Lösung Zeit braucht. Eine solche Entscheidung kann nur die Politik treffen und setzt auch die Genehmigung der Bezirksregierung voraus. Dabei geht es nicht zuletzt um finanzielle Fragen. Immerhin würde die Stadt Bad Honnef zehn Grundsteuerzahler verlieren.

In Königswinter bemüht man sich ohnehin seit geraumer Zeit darum, den Menschen zu helfen, indem man sich für eine geringfügige Verschiebung der Grenze Richtung Bad Honnef einsetzt. Die Stadt würde die Neubürger mit offenen Armen empfangen. Und die Betroffenen wären zufrieden.