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Theateraufführung in Oberpleis: Ein Stück über Identität, Jugend und Stolz

Theateraufführung in Oberpleis : Ein Stück über Identität, Jugend und Stolz

Nachsitzen ist kein Vergnügen, erst Recht nicht, wenn man dabei über die Frage "Wer bin ich" sinnieren muss. So zumindest lautet das Thema der Strafarbeit, die Lehrer über fünf Schüler verhängt haben.

Was das Ergebnis des Reflektierens über das eigene Ich ist, und ob am Ende vielleicht sogar der Satz steht "Nach dem ganzen Gelaber weiß ich voll nicht mehr, wer ich bin", kann man heute Abend um 19.30 Uhr bei einer Theateraufführung der Oelberg Drama Group miterleben. Die Eigenproduktion der kleinen Theatergruppe des Gymnasiums am Oelberg in Oberpleis, frei nach dem Film "The Breakfast Club", ist ein Stück über Identität, Jugend, Schule, Unsicherheit und Stolz.

Passend zur Geschichte findet die Aufführung ausnahmsweise einmal nicht in der Aula der Schule statt, sondern in einem Klassenzimmer: im Raum 226 auf der zweiten Etage im Gymnasialtrakt. Die neueste Produktion der Oelberg Drama Group setzt sich mit einem Thema auseinander, das viele Jugendliche umtreibt. "Herauszufinden, wer man ist, ist ja quasi die Strafarbeit der Pubertät", sagt Lehrer Frank Mertens, der die Gruppe leitet. Die Charaktere der handelnden Personen sind daher so unterschiedlich wie an jeder Schule: das Asi-Mädchen (Kalina Engelke) trifft auf die Angesagte (Kira Kucharski) und die Rapperin(Britta Vonk) auf die Business-Frau (Louisa Büsken).

Und dann ist da noch der Clown (Lukas Otto), der von den anderen buchstäblich in die Zwangsjacke gesteckt wird und eigentlich viel lieber anders sein würde: "Aber ich habe Angst, dass meine Freunde das nicht mitmachen."

"In das Stück sind eigene Gedanken der Schüler zuhauf eingeflossen", berichtet Mertens, der das rund einstündige Stück gemeinsam mit Nina Meyer verfasst hat. Die ehemalige Oelberg-Schülerin, einst selbst Mitglied der Drama Group, studiert mittlerweile an der Filmhochschule Köln. Beim Verfassen des "Drehbuchs" hat sie den Löwenanteil geleistet und "fantastisch die tausend Vorgaben umgesetzt, die wir ihr gegeben haben", betont Mertens, selbst ausgebildeter Theaterpädagoge.

Karten zum Preis von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, sind noch an der Abendkasse erhältlich.