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Übernahmegarantie für Eltern und Mitarbeiter: CJD in Königswinter und Kita „Mikado“ kooperieren

Übernahmegarantie für Eltern und Mitarbeiter : CJD in Königswinter und Kita „Mikado“ kooperieren

Die Kindertagesstätte „Mikado“ und die benachbarte Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) haben eine Kooperation mit einer Übernahmegarantie für Eltern und Mitarbeiter vereinbart. Das CJD bewirbt sich zudem um die Trägerschaft für die neue Kita am Hallenbad.

Die Montessori Kindertagesstätte „Mikado“ und die benachbarte Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) haben eine Kooperation mit einer Übernahmegarantie für Eltern und Mitarbeiter vereinbart. Mit der Fertigstellung der neuen viergruppigen Kita am Hallenbad im kommenden Jahr wird sich die Elterninitiative „Mikado“ voraussichtlich auflösen. Das CJD bewirbt sich gleichzeitig um die Trägerschaft für die neue Kita, die zusammen mit dem Hallenbad gebaut wird.

„Für uns wäre es als möglicher neuer Träger ein leichterer Start, wenn wir schon eine Gruppe haben“, sagt CJD-Verwaltungschef Reinhard Koglin. Die Bewerbungsfrist im Vergabeverfahren ist nach Angaben von Dezernentin Heike Jüngling Ende vergangener Woche abgelaufen. „Die Bewerbungen werden jetzt nach einer Matrix, die der Jugendhilfeausschuss im vergangenen Jahr beschlossen hat, bewertet“, so Jüngling. Der Bewerber mit der besten Bewertung erhalte dann den Zuschlag. Die neue Kita werde voraussichtlich im Frühsommer 2021 und wohl erst einmal mit ein oder zwei Gruppen starten.

Zusage für sicheren Platz

Für die eingruppige Kita „Mikado“ ist die Kooperation mit dem CJD wichtig, weil man so den Eltern im diesjährigen Anmeldeverfahren zusagen kann, dass sie auch in der neuen Kita einen Platz für ihr Kind sicher haben. „Die getroffene Vereinbarung mit dem CJD bietet unserem Personal und unseren Eltern Planungssicherheit. Das ist sehr wichtig, da das Jahr 2021 wohl das letzte Kindergartenjahr des Vereins Mikado sein wird“, sagt der Vorsitzende Florian Striewe. Das CJD werde den Mitarbeitern ein Übernahmeangebot zu den bestehenden Bedingungen unterbreiten.

Eine eigene Bewerbung um die Trägerschaft der viergruppigen Kita schließt er aus. „Das ist für die Elterninitiative Mikado eine Nummer zu groß.“ Die Existenz der Kita ist seit vielen Jahren gefährdet, da die katholische Kirchengemeinde die Kita-Räume selber gerne nutzen möchte. Vor einem Jahr war der Mietvertrag jedoch noch einmal bis zum Sommer 2021 verlängert worden.

Für die Eltern der Kita „Mikado“ sieht auch Koglin nur Vorteile für den Fall, dass das CJD im Vergabeverfahren den Zuschlag bekommen sollte. „Das wäre für die Eltern und Kinder von Mikado sehr gut, da sich an der gewohnten Umgebung nichts ändern würde. Auch Elemente der Montessori-Pädagogik werden in unser Angebot einfließen“, so Koglin.

Mit der Übernahme eines kleinen Teams von der Kita „Mikado“ würde die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit weitergeführt und eine Förderkette für Kinder und Jugendlichen von U3 bis zum Abitur entstehen. Das CJD sammelt als Träger des früheren katholischen Kindergartens in Rauschendorf bereits seit dem Jahr 2012 Kita-Erfahrung. „Dort läuft es richtig gut“, sagt Koglin.