Nach Originalentwürfen in München: Buntglasfenster auf Schloss Drachenburg rekonstruiert

Nach Originalentwürfen in München : Buntglasfenster auf Schloss Drachenburg rekonstruiert

Es gibt eine weitere Sehenswürdigkeit auf Schloss Drachenburg: In der sogenannten Kunsthalle wurde mit Unterstützung der Sparkasse Köln-Bonn ein historisches Buntglasfenster rekonstruiert.

Es zeigt die beiden Schriftsteller Friedrich Rückert und Karl Simrock. Damit ist das Ensemble der Schriftsteller-Fenster mit Heinrich Heine, Ludwig Uhland und Friedrich Schiller über 70 Jahre nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder vollendet.

Alle Fenster der Kunsthalle zeigten ursprünglich berühmte Persönlichkeiten der Weltgeschichte, der Kunst und der Wissenschaft. Nach und nach werden sie mit Hilfe von Spendengeldern rekonstruiert. Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung als Eigentümerin von Schloss Drachenburg, und Markus Schneider, Vertriebsdirektor der Sparkasse Köln-Bonn, ziehen eine positive Bilanz der Zusammenarbeit.

„Die Unterstützung lokaler Partner ist für den Erhalt von Schloss Drachenburg besonders wichtig“, betonte Grote. Die Sparkasse Köln Bonn ermöglichte die Rekonstruktion des Simrock-Rückert-Fensters mit 12.000 Euro aus Mitteln der Lotterie „PS Sparen und Gewinnen“. „Uns hat der Antrag der NRW-Stiftung für die Rekonstruktion des Buntglasfensters vor allem deshalb überzeugt, weil es den Schriftsteller Karl Simrock zeigt, der ein Sohn der Stadt Bonn war“, berichtet Markus Schneider.

Die historischen Fenster fertigte die Königlich Bayerische Hofglasmalerei Franz Xaver Zettler in München an. Das traditionsreiche Unternehmen wird seit 1930 von der Mayer'schen Hofkunstanstalt fortgeführt. In ihren Archiven befinden sich zahlreiche Originalentwürfe, nach denen die Buntglasfenster rekonstruiert werden.

Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege ist seit 1990 die Eigentümerin von Schloss Drachenburg. Zwischen 1995 und 2010 restaurierte sie das Baudenkmal des Historismus mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Königswinter. Durch die Rekonstruktion der Buntglasfenster werden nun die letzten Lücken geschlossen.

Mehr von GA BONN