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Kommentar zum parteiinternen Streit der Grünen: Ausgang ist völlig offen

Kommentar zum parteiinternen Streit der Grünen : Ausgang ist völlig offen

Die Ortsmitgliederversammlung der Grünen, die noch vor den Sommerferien stattfinden wird, verspricht wieder einmal hohen Unterhaltungswert.

Im Jahr 2009 wollte die heutige Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende Claudia Owczarczak die Macht übernehmen und brachte Mitglieder anderer Ortsverbände, die in Königswinter gemeldet waren, mit. Weil den Mehrheitsbeschaffern die Teilnahme verweigert wurde, kam es zum Eklat. Owczarczak setzte sich im Nachgang durch. Es musste neu gewählt werden. Die Abspaltung der Königswinterer Wählerinitiative war die Folge.

2014 ließ Owczarczak dann nicht zu, dass die parteiinterne Opposition sie mit ihren eigenen Mitteln schlagen wollte. Sie untersagte den Neumitgliedern, die über Sachsen den Weg nach Königswinter angetreten hatten, die Teilnahme an der Wahl der Kandidaten für die Reserveliste bei der Kommunalwahl. Die Folge war ein endloser Rechtsstreit, der nach mehr als zwei Jahren nun endlich beendet ist.

Wie die demnächst stattfindende Ortsmitgliederversammlung ausgehen wird? Ob der im Dezember 2015 gewählte Vorstand des Ortsverbands dann noch Bestand haben wird? Diese Fragen lassen sich nicht seriös beantworten.

Die Antwort wird davon abhängen, wie groß der Ehrgeiz der beiden zerstrittenen Lager bei den Königswinterer Grünen ist, aus dem vorerst letzten Gefecht als Sieger hervorzugehen und die eigenen Anhänger zu mobilisieren. Dabei ist nicht auszuschließen, dass bei der Versammlung das eine oder andere neue Mitglied auftauchen wird, das man noch nie zuvor in der Politik gesehen hat.