Drachenfels in Königswinter: Auf der Baustelle passiert nicht viel

Drachenfels in Königswinter : Auf der Baustelle passiert nicht viel

Das Warten auf die Genehmigung der Bezirksregierung zermürbt zurzeit die Verantwortlichen für die Neugestaltung des Drachenfelsplateaus. Projektsteuerer Ägidius Strack und Andreas Pätz, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG), der Bauherrin, erhoffen sich täglich eine Nachricht aus Köln.

Es geht um die Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn des zweiten Bauabschnittes: die Errichtung des Glaskubus. Im ersten Bauabschnitt wurde das Betonrestaurant abgerissen und das alte Hotelgebäude zum Teil entkernt. Bereits im April ist das Abbruchunternehmen abgerückt.

Seitdem ist auf dem Königswinterer Hausberg nicht mehr viel passiert. Die Grundvoraussetzung für den Fortgang der Arbeiten liegt vor, seit der NRW-Haushalt in der vergangenen Woche von der rot-grünen Minderheitsregierung mit Hilfe der Linken verabschiedet wurde. Dass heißt jedoch nicht, dass morgen mit der Genehmigung zu rechnen sei, sagt Hubert Kofferath, der Technische Beigeordnete der Stadt Königswinter.

Nach seinen Informationen steht nun zwar fest, wieviel Geld das Land für das Paket Städtebauförderung ausgibt, die einzelnen Tranchen für die Bezirksregierungen müssten jedoch noch festgelegt werden. "Ich wäre der glücklichste Mann der Welt, wenn die Genehmigung heute käme. Aber ganz so schnell wird es wohl nicht gehen", sagt Kofferath.

Erst wenn die Genehmigung vorliegt, können die Ausschreibungen verschickt werden. Die Bewerber haben dann vier Wochen Zeit, ihre Angebote abzugeben. Nach deren Prüfung kann erst der Auftrag vergeben werden. Dann hat das Unternehmen nochmals bis zu zwei Wochen Zeit, mit den Arbeiten zu beginnen. Es dürfte also mindestens Mitte Juli werden.

"Wenn es ein bis zwei Monate länger dauert, ist das alles noch verkraftbar", gibt sich der alte und künftige Pächter Hermann Nolden recht gelassen. Der Gastronom hat mit der WWG einen Nutzungsvertrag über 15 Jahre abgeschlossen - der Kontrakt tritt mit Fertigstellung des Glaskubus in Kraft.

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