Gesamtschule braucht sechsten Zug: Auch Gymnasium mit mehr Anmeldungen

Gesamtschule braucht sechsten Zug : Auch Gymnasium mit mehr Anmeldungen

Der Ansturm auf die Gesamtschule Oberpleis ist ungebrochen: Insgesamt 185 Kinder wurden von ihren Eltern angemeldet.

Daher hat die Stadt bei der Bezirksregierung einen zusätzlichen sechsten Zug beantragt. Doch selbst wenn die Bezirksregierung dem zustimmt, wird die Gesamtschule nur 162 Schüler aufnehmen können, 23 werden eine Absage bekommen. Darunter werden vermutlich auch Kinder aus Königswinter sein, wie die zuständige Dezernentin Heike Jüngling am Freitag auf Anfrage bestätigte. Das Gymnasium Am Oelberg wird mit fünf Zügen starten - dort wurden bislang 128 Schüler angemeldet, allerdings stehen derzeit noch einige Gespräche aus, wie die Stadt Königswinter gestern offiziell mitteilte.

Bereits zum dritten Mal in Folge muss die Gesamtschule damit einen zusätzlichen Zug beantragen. Ursprünglich war die Schule fünfzügig geplant, doch überschritten in jedem Jahr die Anmeldezahlen die Kapazitäten so deutlich, dass die Bezirksregierung bislang immer einen weiteren Zug genehmigte. Diese Zustimmung stehe derzeit aber noch aus, so Jüngling. Sie hoffe auf eine positive Antwort aus Köln in der nächsten Woche. Denn sonst habe man nur 135 Plätze - die Absagen würden sich mehr als verdoppeln.

Dass die Zahl der aufgenommenen Schüler trotz eines sechsten Zuges unter denen der Vorjahre liegt, hat mit der Zahl der Kinder mit besonderem Förderbedarf zu tun. Derer gibt es 13, sie werden auf alle Klassen verteilt. "Sobald ich zwei Kinder mit Förderbedarf in einer Klasse habe, reduziert sich die Klassenstärke auf 27 Kinder", erläutert Jüngling. Sprich: Klassen mit bis zu 31 Schülern wird es nicht geben.

Die Entscheidung, welche Kinder in der Gesamtschule aufgenommen werden, obliege alleine dem Schulleiter, so Jüngling weiter. "Er muss dabei auf Ausgewogenheit achten - gute Schüler, schwache Schüler, Mädchen, Jungen, Geschwisterkinder und so weiter." Daher sei es vermutlich so, dass auch Kinder aus dem Stadtgebiet Königswinter abgelehnt werden müssen. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, sich nun an Schulen außerhalb des Stadtgebiets zu bewerben, zum Beispiel in Hennef, Bad Honnef oder im nahen Rheinland-Pfalz.