Grün für alle?

Drei Schwerverletzte bei Unfall in Königswinter

Deutschland soll weltweit die höchste Ampeldichte haben.

Welches Licht die Ampel zeigte, ermittelt nun die Polizei Bonn.

Königswinter. Nach einem Verkehrsunfall am Samstag in Königswinter ermittelt nun die Polizei. Drei Beteiligte wurden dabei schwer verletzt - und alle Autofahrer behaupteten, ihre Ampel habe Grünlicht gezeigt.

Am Samstagnachmittag sorgte ein Unfall mit drei Schwerverletzten auf der Kreuzung Ferdinand-Mühlens-Straße/Winzerstraße für ein Verkehrschaos in Königswinter. Eine Autofahrerin war mit zwei Wagen auf der Kreuzung zusammengestoßen. Alle drei sagten der Polizei gegenüber aus, sie seien bei Grünlicht gefahren.

Laut den Ermittlungen der Polizei war kurz nach 14 Uhr am Samstag eine 50 Jahre alte Autofahrerin aus Königswinter-Ittenbach kommend mit ihrem Wagen über die Kreuzung gefahren und dabei zuerst mit dem Auto eines 66-jährigen zusammengestoßen, der aus Richtung Bonn kommend auf die Ferdinand-Mühlens-Straße auffahren wollte.

Dieses Auto schleuderte die Wucht des Aufpralls gegen den dritten Wagen, der aus der Winzerstraße kam. Darin saßen zwei junge Männern im Alter von 18 und 17 Jahren. Diese beiden und die 50 Jahre alte Autofahrerin wurden so schwer verletzt, dass sie vor Ort im Rettungswagen und später im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Der Polizei gegenüber erklärten alle drei Fahrer, dass sie aus ihrer jeweiligen Richtung grünes Licht auf der Ampel sahen. Wie dies aufgeklärt werden kann, erklärte die Bonner Polizei auf Nachfrage. Für solche Ermittlungen können die Beamten neben den Zeugenaussagen auch die Schaltpläne der Ampelanlage heranziehen und so überprüfen, ob die Lichtzeichenanlage möglicherweise defekt war.

Für die Unfallaufnahme war die Kreuzung teilweise gesperrt. Es entstand Sachschaden von 13.000 Euro.