Ausflugsziel im Siebengebirge

Drachenfels-Sanierung geht in den Endspurt

Arbeiter sorgen gerade dafür, dass der Drachenfels nicht einstürzt.

Arbeiter sorgen gerade dafür, dass der Drachenfels nicht einstürzt.

28.04.2019 KÖNIGSWINTER. Der Drachenfels im Siebengebirge ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch sein poröses Gestein bereitet Probleme. Seit mehr als zwei Jahren wird er umfangreich saniert - jetzt ist ein vorläufiges Ende der Arbeiten in Sicht.

Die Sanierung am maroden Drachenfels bei Königswinter geht langsam in die Endphase. Die aktuellen Arbeiten würden voraussichtlich in den nächsten Monaten beendet, teilte eine Sprecherin der Kölner Bezirksregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach den Sommerferien könne der wegen Steinschlaggefahr gesperrte Eselsweg voraussichtlich wieder für Wanderer freigegeben werden. Der Drachenfels mit seiner markanten Burgruine im Siebengebirge ist eines der beliebtesten Naherholungsziele in Nordrhein-Westfalen.

Das oberhalb des Rheins gelegene 321 Meter hohe Felsmassiv ist so porös, dass es auseinanderzubrechen droht. Deshalb läuft seit geraumer Zeit eine umfangreiche Sanierung. Der bekannte Eselsweg hinauf zur Burgruine wurde vor mehr als zwei Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Freigabe verzögerte sich immer weiter, da unter dem dichten Pflanzenbewuchs immer neue Risse zum Vorschein kamen.

Fachfirmen haben den Drachenfels inzwischen unter anderem mit meterlangen Nägeln, Ankern, Netzen und Beton stabilisiert. Zurzeit werden nach Angaben der Sprecherin im oberen Bereich des Felsens noch Betonarbeiten ausgeführt und Klüfte verschlossen. Danach sei der Abbau des mächtigen Baugerüsts geplant, der etwa zwei Monate dauern werde.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Steinschläge am Drachenfels gegeben. Erst im März hatten sich wieder Steinblöcke gelöst, so dass am Kutschenweg - dem derzeit einzigen durchgängig befahrbaren Weg zum Plateau - ein Bereich am Hang abgesperrt werden musste. (dpa)