Das Hallenbad in Königswinter wird abgerissen.

Königswinter : Abriss des Hallenbads beginnt am 25. November

Das Hallenbad in Königswinter wird dem Erdboden gleichgemacht. Der Rückbau dauert noch bis Ende Januar. Im Frühjahr soll der Neubau beginnen - mit einer geplanten Errichtungszeit von rund 18 Monaten.

Mehr als zehn Jahre war über die Zukunft des Hallenbades diskutiert worden. Vor gut drei Jahren machte der Stadtrat den Sack zu und entschied, alle Überlegungen zu einer möglichen Sanierung ad acta zu legen und nur noch die Variante Abriss und Neubau zu prüfen. Jetzt sind die Tage des 1980 eröffneten Bades endgültig gezählt. Am Montag, 25. November, startet der Abriss. Ende Januar soll von dem kantigen Zweckbau kein Fitzelchen mehr übrig sein.

Im Frühjahr soll der Neubau beginnen. Geplante Bauzeit: rund 18 Monate, so Hans-Peter Giesen, Leiter des Fachbereichs Schule, Sport und Jugend bei der Stadt. Am Dienstagabend wurden die Anwohner über den Ablauf der Arbeiten informiert. 45 direkte Anlieger von Bahnhofsallee, Cleethorpeser Platz und Paul-Lemmerz-Straße waren angeschrieben worden. Nur eine Handvoll – darunter Vertreter der Jugenddorf Christophorusschule und der Lemmerz-Grundschule – fand sich in der Grundschule ein. Die Anwesenden machten aber konstruktive Vorschläge zum Ablauf der Arbeiten, die laut Giesen beherzigt werden sollen: „Sie kennen die Situation schließlich besser als wir.“

Ende Januar wird der Bauschutt abgefahren

Klar ist: Ohne Beeinträchtigungen wird es keinesfalls gehen. Vor allem Ende Januar, wenn der Bauschutt abgefahren werde, sei „ein bis zwei Wochen mit verstärktem Lkw-Verkehr“ zu rechnen, so Bauleiter Florian Schröder. Während des Neubaus fielen zudem einige Parkplätze für Materiallager weg, würden aber quasi kompensiert, da ja auch der Besucherverkehr des Bades wegfalle. Schröder: „Fast ein Nullsummen-Spiel.“ Indes: Laut Anwohnern sind die Flächen für Anlieger ohnehin knapp bemessen, da meist zugeparkt von Pendlern.

Hinsichtlich von Schulveranstaltungen, so hieß es, sei zudem frühzeitige Koordination sinnvoll, da dann rund um das Gelände nochmal mehr los sei. Alle Abriss- und Bauarbeiten würden aber so geplant, dass sie auf dem Baufeld selbst abgewickelt werden können: „Wir wissen, das ist ein sensibler Bereich“, so Architekt Heinrich Blass. Immerhin gelte es, die Belange der Anwohner zu berücksichtigen sowie die von drei Schulen und einer Kindertagesstätte in direkter Nachbarschaft.

Die Hauptrolle bei den Arbeiten kommt zunächst Helmut Gressel, Bauleiter der Firma Eska aus Trois­dorf, zu. Das Unternehmen, das bereits das Lehrschwimmbad samt Turnhalle in Aegidienberg abgerissen hat, hat rund um die Jahreswende die Aufgabe, auch das Königswinterer Bad dem Erdboden gleichzumachen. Gressel schätzt den Bauschutt, der weggefahren werden muss, grob auf 2000 Tonnen. Nicht eingerechnet sind jene Baustoffe, denen in den ersten zwei Wochen die ganze Aufmerksamkeit gilt: Schadstoffe werden sortiert, sachgerecht in Spezialsäcke verpackt und getrennt entsorgt. „Diese Arbeiten vollziehen sich komplett im Inneren des Bades“, so Gressel.

Bedeutet: Etwa ab Mitte Dezember folgt der eigentliche Abriss. Auch dabei gelte, so Blass: „Das Bild einer hin- und herschwingenden Abrissbirne stimmt so nicht.“ Der Abriss erfolge mit hydraulischen Abbruchzangen, gestemmt werden müsse nur, wenn es an die Bodenplatte gehe. Staubentwicklung, so hieß es auf Nachfrage eines Bürgers, werde „mit reichlich Wasser“ entgegen getreten. „Wo es besonders eng ist, arbeiten wir sogar von Hand“, so Gressel. Abgewickelt werden soll der gesamte Baustellenverkehr übrigens über die Paul-Lemmerz-Straße und die Bahnhofsallee. Dort und nur dort werden später auch das neue Bad und die neue Kindertagesstätte erschlossen, vom Cleethorpeser Platz aus werde es nur Technikzugänge geben.

Aktueller Hinweis der Anwohner: Man solle über ein mögliches einseitiges Parkverbot auf der Paul-Lemmerz-Straße nachdenken, „da passt sonst kein Lkw durch“. Zu den Abrissarbeiten hieß es, der Ist-Zustand etwa der direkt ans Bad angebauten Garagen solle dokumentiert werden. Giesen: „Ich empfehle, Fotos zu machen. Für Schäden, die vorher nicht da waren, tragen Sie keine Sorge.“

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