Aalkönig in Bad Honnef gekrönt: Wolfgang Bosbach ist der 14. Honnefer Aalkönig

Aalkönig in Bad Honnef gekrönt : Wolfgang Bosbach ist der 14. Honnefer Aalkönig

Der Meister des Klartextes ist nun König: Am späten Freitagabend wurde der CDU-Bundespolitiker Wolfgang Bosbach zum 14. Aalkönig von Bad Honnef gekrönt. Er tritt die Nachfolge des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner an. Die Gäste im Bad Honnefer Kursaal feierten ihren neuen König begeistert.

Wolfgang Bosbach ist der 14. Aalkönig von Bad Honnef. Vor rund 400 Besuchern wurde der CDU-Bundespolitiker am Freitagabend im Honnefer Kursaal durch das Aalkönigskomitee um Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost inthronisiert. Frenetisch jubelte das Aalvolk seinem neuen König Wolfgang Walter Wilhelm zu. Ost: „Lieber Wolfgang, Du giltst als ungekrönter König der Fernseh-Talkshows. Heute wirst Du als König gekrönt – als unser Aalkönig des Rheinlandes.“

FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner, der das Zepter nach einem Jahr weitergab, sagte in seiner sehr politischen Laudatio auf Wolfgang II.: „Aalglatt bist Du nun wirklich nicht.“ Wolfgang Bosbach, der seinen Rückzug aus der Politik für 2017 angekündigt hat, sei ein Mann klarer und klarster Standpunkte. Er habe eine lange und große Karriere geschafft, aber manches nicht erreicht. Der Bergisch-Gladbacher wäre gerne Bundesinnenminister oder CDU-Fraktionsvorsitzender geworden. Lindner: „Das Format hättest Du sicher für beides gehabt. Manche nennen Wolfgang den ,Prinz Charles der deutschen Politik‘, dem es so erging wie dem englischen Königssohn, der lange auf das Amt gewartet hat. Aber Mutti hat es ihm einfach nicht gegeben.“

Dafür wurde „der Meister des Klartextes“, so Friedhelm Ost bei der Vorstellung des neuen Monarchen, an seinem Honnefer Hofe vom Aalvolk umso mehr gefeiert. Kein Wunder, dass der Komitee-Chef schon erwog, Wolfgang II. ein zweites Amtsjahr einzuräumen. Und der frisch inthronisierte König scherzte in seiner launigen, aber auch nachdenklich machenden Antrittsrede: „Bundesinnenminister, Fraktionschef – was ist das schon gegen den Titel eines Aalkönigs?!“ Sein Volk erhob sich und spendete minutenlang Beifall. Auch Ur-Aalkönig Wolfgang I. Clement huldigte dem Namensvetter an diesem königlichen Abend.

Der Erlös des Festes ist längst nicht mehr nur dem Erhalt des Aalschokkers „Aranka“ gewidmet, sondern mit ihm werden soziale Projekte in der Stadt unterstützt. Eine Spendensumme von bislang 350 000 Euro wurde dafür ausgeschüttet. Davon profitiert hat auch die Band „Rhein Refugee Youngstars“, in der Flüchtlinge und Einheimische gemeinsam musizieren. Sie spielte zum Abschluss im Kurhaus-Foyer.

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