Baustellen in Bad Honnef: Wenn Bagger den Takt vorgeben

Baustellen in Bad Honnef : Wenn Bagger den Takt vorgeben

Internet, Kanal, Straßenumbau: Auch in nächster Zeit wird das Honnefer Ortsbild von Absperrungen und Bauarbeiten geprägt.

Ob an der Karl-Broel-Straße in Rhöndorf, in der Fußgängerzone oder an der Linzer Straße: Baustellen prägen zurzeit das Honnefer Ortsbild. Teils sind, wie in der Innenstadt, Arbeiten am Kanal der Grund, teils andere Versorgungsleitungen, und der Ausbau der digitalen Infrastruktur tut ein Übriges dazu, dass Autofahrer und Passanten sich Absperrungen gegenüber sehen.

Allein durch den Breitbandausbau der Deutschen Telekom seien sehr viele Straßenaufbrüche im gesamten Stadtgebiet nötig, so die Stadtverwaltung. Wie berichtet, plant das Bonner Unternehmen den Ausbau mit dem schnellen Netz. Dazu werden insgesamt rund 30 Kilometer Glasfaser verlegt und 32 sogenannte Multifunktionsgehäuse aufgestellt. Mancherorts wird ohne Baugrube mit Leerrohren gearbeitet. In jedem Fall „gebuddelt“ werden muss, wenn es um Kanalerneuerung und die dazu nötigen Hausanschlüsse geht.

Kanalbauarbeiten laufen derzeit unter anderem in der Karl-Broel-Straße in Rhöndorf: Die schmale Einbahnstraße ist wegen der Arbeiten gesperrt. Während parallel die Arbeiten am Kanal in der Innenstadt vorangehen, plant das Abwasserwerk laut Stadt bereits die nächsten Vorhaben: In Kürze wird etwa in der Schulstraße und Am Zoperich gebaggert. Um eine private Baumaßnahme handelt es sich bei Arbeiten an der Wilhelmstraße. Dort, so die Stadt, wurde im Auftrag einer privaten Eigentümergemeinschaft gearbeitet.

Dauerbaustelle Linzer Straße

Eine Dauerbaustelle in mehreren Schritten ist die Linzer Straße. Die Vorbereitungen für den Umbau des nächsten Abschnittes in Richtung Stadtmitte haben nach Angaben der Stadt begonnen. 2017 soll es weitergehen mit der Umgestaltung der Hauptverkehrsader, die auch Arbeiten am Kanal einschließt und vom Floßweg bis zur Menzenberger Straße reicht. Die Bad Honnef AG ist bereits damit beschäftigt, vorab Versorgungsleitungen zu verlegen. Ziel des Straßenumbaus ist mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Die Linzer Straße wird täglich von 16 000 Fahrzeugen befahren. Rheinseitig entstehen Parknischen und ein kombinierter Rad-/Gehweg, bergseitig ein Gehweg. Der bevorstehende dritte Bauabschnitt bis an die Kreuzung Menzenberger Straße ist für 2017 geplant, der vierte und letzte Bauabschnitt (Kreuzung Menzenberger bis Mülheimer Straße) ab 2019. Die Baukosten werden nach dem Kommunalen Abgabengesetz (KAG) abgerechnet, die Anlieger zahlen Beiträge. Das Land bezuschusst den städtischen Anteil mit bis zu 60 Prozent.

Der Baustellen nicht genug, soll 2017 auch an der Grabenstraße gearbeitet werden. Dort geht es vorrangig um die unterirdische Infrastruktur, etwa den Kanal. Im Neubaugebiet in Rottbitze – Am Höher Berg, Am alten Dorfweiher und Im großen Garten – werden die Straßen endgültig fertiggestellt, heißt es aus dem Rathaus.

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