Unkel: Fritz Bagel wird Ehrenbürger der Stadt

Kunstfreund und Unternehmerspross : Unkel macht Fritz Bagel zum Ehrenbürger

Die Stadt Unkel hat dem Spross der Unternehmerfamilie Henkel und rührigen Mäzen der Stadt Frittz Bagel das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Ehrung wurde durch den Bürgermeister Gerhard Hausen im Ratsaal vollzogen.

In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Stadt Unkel ist Fritz Bagel das Ehrenbürgerrecht der Stadt verliehen worden. Bürgermeister Gerhard Hausen vollzog die Ehrung bei einer Feierstunde im Ratssaal. Zu Gast waren Bagels Frau Ingo und seine Kinder um Simone Bagel-Trah, Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses des Henkel-Konzerns, sowie zahlreiche Unkeler Honoratioren, darunter der Altbürgermeister und Ehrenbürger Werner Zimmermann.

„Ehre, wem Ehre gebührt – und Ihnen, lieber Fritz Bagel, gebührt alle Ehre. Denn Ihr Wirken füllt unseren Status als Kulturstadt mit Leben“, erklärte Hausen in seiner Laudatio. Der Enkel des Industriellen Fritz Henkel stehe in einer Ahnenreihe von Persönlichkeiten, denen Unkel seit 1915 zu ganz besonderem Dank verpflichtet sei. Fritz Henkel vedankt die Stadt den Fußballplatz am ehemaligen Freibad; die Feuerwehr erhielt von ihm die erste Motorpumpe und ein Fahrzeug.

Diese Tradition setze sein Enkel fort, so der Stadtchef, der aufzählte: Für den neu geschaffenen BHAG-Sportpark stiftete Bagel das Kickerfeld, im städtischen Marienkindergarten ermöglichte er eine zweite Spielebene im Gruppenraum; am Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht auf seine Kosten eine große Halle für den Bauhof; im Christinenstift hat Bagel mit dem Fritz-Platz ein Begegnungsforum für Bewohner und Gäste geschaffen. Auch das „großartige Engagement“ von Ingo Bagel wolle er würdigen, so Hausen. Die Frau des neuen Ehrenbürgers hat unter anderem die Anpflanzung einer Linde und das Aufstellen der Ruhebank auf dem Willy-Brandt-Platz veranlasst.

Ein Sponsoring-Schwerpunkt der Bagels sind Kunst und Kultur. Fritz Bagel fördert stets die „Kunsttage Unkeler Höfe“. Er war Mentor des Biennale-Projekts „Unkel goes Venice“ der Künstlerin Martine Seibert-Raken in Venedig. Und er stellt dem Geschichtsverein das Palmenhaus im Henkelpark für die Carl-Loewe-Musiktage zur Verfügung.

Auch Theateraufführungen des Vereins können dort stattfinden. Bei der Restaurierung der historischen Stadtmauer an der Rheinpromenade habe er Pate gestanden, er sei „ein festes Fundament unserer Kulturstadt“, so Hausen. Er erinnerte an den bekannten Henkel-Werbeslogan „Da weiß man, was man hat.“ „Auch Unkel weiß wiederum, was die Stadt an Ihnen, Ihren Vorfahren und Ihrer Familie hat.“

Der neue Ehrenbürger, dem Hausen die Urkunde überreichte, erwiderte: „Ich hatte ein schwieriges Erbe anzutreten, denn mein Großvater hat große Spuren hinterlassen.“ Nach dem Tod seines Vaters 1941 habe er mit seiner Mutter in Unkel eine zweite Heimat gefunden, für die er gerne etwas getan habe. Er betätige sich vor allem gerne rund um die Kunst, damit Unkel nicht zur bloßen Postkartenschönheit verkomme.

„So verzeichnet die kleine Stadt einen Zulauf, der weit über das Dörfliche hinausgeht, und in dieser Richtung werde ich auch weiter aktiv bleiben“, versprach Fritz Bagel, der vor drei Jahren mit der Ehrennadel der Stadt ausgezeichnet wurde. „Ich bin froh, dass ich etwas geben kann und dass dies auch angenommen wird.“ Krönender Abschluss der Feierstunde war sein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.