Drei Könige sammeln Spenden: Sternsinger bringen Segen ins Honnefer Rathaus

Drei Könige sammeln Spenden : Sternsinger bringen Segen ins Honnefer Rathaus

Caspar, Melchior und Balthasar haben den Segen ins Honnefer Rathaus gebracht und Spenden gesammelt. Dieses Mal hatte der stellvertretende Bürgermeister - im Gegensatz zum letzten Jahr - genug Geld dabei.

Statt zur Krippe nach Bethlehem zogen Caspar, Melchior und Balthasar am Donnerstagvormittag ins Foyer des Rathauses in Bad Honnef. Die als Heilige Drei Könige verkleideten Kinder und Jugendlichen waren in die Stadtverwaltung gekommen, um dort den Segen zu bringen und Spenden zu sammeln. Zuvor wurden Kreide, Sterne und Segenszettel während des Aussendungsgottesdienstes gesegnet.

Peter Profittlich, stellvertretender Bürgermeister der Stadt, begrüßte die Sternsinger und erklärte, was die drei Waisen denn mit Bad Honnef zu tun haben. Am 23. Juli 1164 wurden die Gebeine, die als Reliquien der Heiligen Drei Könige verehrt werden, durch den Erzbischof Rainald von Dassel nach Köln gebracht – vorbei an Bad Honnef. Nach dieser kurzen Geschichtsstunde fragte Profittlich, wer denn die Spendenbüchsen habe. Sofort drängelten mehrere Kinder nach vorn, um das Geld entgegenzunehmen. Eine nach der anderen füllte er die Dose, Profittlich hatte genug dabei.

Anders als noch Otto Neuhoff im vergangenen Jahr, dem zwischenzeitlich ob der vielen Kinder das Geld ausging und der hatte Nachschub aus seinem Büro holen mussten. Das passierte an diesem Vormittag nicht. „Wir haben dieses Mal vorher die Anzahl der Dosen erfragt“, gab der stellvertretende Bürgermeister mit einem Augenzwinkern zu, der die Aktion im Rathaus „eine schöne Tradition“ nennt.

70 Kinder ziehen durch die Gemeinden

Waren es 2017 noch mehr als 90 Kinder, sind es in diesem Jahr „nur“ noch etwas mehr als 70 Jungen und Mädchen, die bis Sonntag durch die Honnefer Gemeinden Sankt Johann Baptist, Sankt Martin, Sankt Aegidius und Sankt Marien ziehen und ihren Segen spenden. Das Geld der Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerks geht in diesem Jahr wieder „an bedürftige Kinder in der ganzen Welt“, erklärt Betreuerin Katharina Beschoner. Zwischen vier und 18 Jahre seien die Sternsinger alt, sagt sie.

„Seit ich sechs bin, mache ich mit“, erklärt Charlotte. Die 17-Jährige zieht zusammen mit ihrer elf Jahre alten Schwester Henrieke durch Rommersdorf. „Viele ältere Menschen freuen sich, wenn wir vorbeikommen“, sagt Marie (14), die sich den beiden Schwestern anschließt. „Es ist schön, anderen eine Freude zu bereiten“, fügt sie hinzu, bevor die drei ihre Sterne in die Hand nehmen und aus dem Rathaus ziehen.

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