Betreiber ziehen Bilanz: "Spitzen-Sommer" für Freibäder im Siebengebirge

Betreiber ziehen Bilanz : "Spitzen-Sommer" für Freibäder im Siebengebirge

Mehr als 80.000 Badegäste auf der Insel Grafenwerth, rund 55.000 Besucher im Lemmerz-Freibad in Königswinter: Die Freibad-Betreiber im Siebengebirge freuen sich über das tolle Sommer-Wetter.

In vielerlei Hinsicht waren die vergangenen Monate ein Ausnahmesommer – profitiert haben auf jeden Fall auch die Freibäder. Die Bilanz könnte kaum besser ausfallen. „Es war ein Spitzen-Sommer. Wir sind sehr zufrieden“, blickt Rico Stein, Meister Bäderbetrieb und Leiter des Bad Honnefer Freibads auf der Insel Grafenwerth zurück. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 80.000 Besucher kamen seit dem Saisonstart im Mai in das Inselbad. Zum Vergleich: In der gesamten Vorjahressaison wurden knapp 60.000 Badegäste gezählt. Dabei hatte sich die Eröffnung in diesem Jahr wegen Frostschäden und Personalmangels um rund zwei Wochen verzögert.

Das konstant gute Wetter sowie die Aussichten auf die weiterhin sonnigen Tage mit hohen Spätsommertemperaturen waren auch der Grund, warum das Freibad seine Saison um diese Woche verlängert hat. Die Entscheidung war goldrichtig. „Von Montag bis Mittwoch kamen knapp 1500 Besucher“, sagte Stein am Donnerstag auf Anfrage. Er zeigte sich sehr zufrieden: „Es hat sich gelohnt.“ Wer ein letztes Mal im Inselfreibad schwimmen möchte, hat noch an diesem Freitag bis 20 Uhr die Gelegenheit.

Konstant gute Besucherzahlen

Anders als in den Jahren zuvor hat es laut Stein in diesem Sommer keinen Ausreißer-Monat gegeben – die Besucherzahlen seien konstant gut gewesen. Und dennoch, oder vielleicht auch gerade wegen der vielen Badegäste, sei es eine sehr angenehme Saison für die Verantwortlichen gewesen, resümiert der Badleiter. „Wenn es länger warm ist, können sich die Besucher besser darauf einstellen“, meint er. Zum Glück gab es auch keine Zwischenfälle. Das Versorgen einer kleinen Platzwunde sei in diesem Jahr bereits der größte Einsatz für die Helfer gewesen.

Die anhaltende Trockenheit hatte allerdings auch ihre Schattenseiten im Schwimmbad. „Die Wiese war keine Wiese mehr und steinhart“, sagt Stein. Zwar mussten die Bäume bewässert werden und zwei bei Veranstaltungen geplante Feuer wurden abgesagt, Probleme für den täglichen Betrieb habe die Trockenheit ansonsten aber nicht bereitet.

Das beste Jahr seit 2009

„Seit der Schwimmtreff das Bad 2009 übernommen hat, ist es das beste Jahr“, freut sich Ingolf Pott, Geschäftsführer der Königswinterer Schwimmtreff Hallenfreizeitbad GmbH. Knapp 55 000 Besucher suchten in diesem Sommer Abkühlung im Lemmerz-Freibad. „Es hat sich gut über die Wochen verteilt.“ Die Betreiber setzten aufgrund des anhaltend großen Besucherandrangs mehr Personal ein. Denn dass ständig viel los war im Becken und auf der Wiese, erhöhte das Sicherheitsrisiko, erklärt Pott. Letztlich sei der Sommer aber ohne große Zwischenfälle verlaufen.

Viele Besucher auch im Hallenbad

Zufrieden zeigt sich der Schwimmtreff-Geschäftsführer auch mit den Besucherzahlen im Königswinterer Hallenbad, das in den Sommermonaten ebenfalls geöffnet hat. Auch dort kann Pott sagen: „Wir liegen über dem Plan.“ Mit 85.000 Schwimmern habe man geplant, 92.000 Besucher sind bislang gezählt worden – und das trotz bestem Freibadwetter seit der Saisoneröffnung am 20. Mai. „Das Kursangebot in den Sommerferien ist sehr gut angenommen worden“, stellt Pott fest. Mit Blick auf die vergangenen Monate lautet seine Bilanz: „Es ist sehr gut gelaufen.“

Die Freibadsaison endete in Königswinter vor zwei Wochen. Ein Highlight steht aber in diesem Herbst noch an: Das Hundeschwimmen am Sonntag, 7. Oktober. Von 10 bis 17 Uhr können Tierhalter mit ihren Vierbeinern im Schwimmbecken baden gehen. Anschließend geht das Freibad endgültig in den Winterschlaf.

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