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Kommentar zum Ausbau der Linzer Straße: Sicherheit geht vor

Kommentar zum Ausbau der Linzer Straße : Sicherheit geht vor

Durch den Ausbau der Linzer Straße in Bad Honnef fallen auch Parkplätze entlang der Straße weg. Auch wenn der Ärger der Anlieger durchaus verständlich ist, geht die Sicherheit für die Radfahrer durch den Ausbau vor. Ein Kommentar von GA-Redakteurin Katrin Janßen.

Ich bin ganz ehrlich. Am liebsten hätte ich zwei Parkplätze vor meiner Haustür, die immer für mich frei sind. Damit ich abends vorfahren kann und nach wenigen Schritten im Haus bin. Habe ich aber nicht. Weil ich in einer Straße mit uralten Häusern wohne, die entstanden, als es noch keine Autos gab.

In sofern haben die Anwohner der Linzer Straße mein Verständnis. Längst nicht alle von ihnen verfügen über Grundstücke, auf denen eine Garage oder auch nur ein Stellplatz für das Auto Platz findet. Sie sind auf Parkplätze im öffentlichen Raum angewiesen. Der Parkdruck an dieser Stelle ist zweifelsohne hoch, und die FH-Studenten, die das kostenpflichtige Parken direkt an der Hochschule meiden, tun ihr Übriges. Keine Frage.

Aber jetzt mal ehrlich: Niemand, der in Bad Honnef unterwegs ist, kann bestreiten, dass die Situation auf der Linzer Straße ein Alptraum ist. Eng ist es da für Autos und Fahrradfahrer, die auf ihrem nur mit einer Markierungslinie abgetrennten Radweg auf der Straße fahren und in ernster Gefahr sind.

Also müssen, in logischer Konsequenz, die Parkplätze geopfert werden, um an der Linzer Straße eine Lösung zu finden. Denn die bestehenden Häuser lassen sich nun mal nicht versetzen, um mehr Platz zu schaffen. Und, um darauf zurückzukommen: Niemand hat das Recht auf einen Parkplatz auf öffentlicher Fläche vor der Haustür – selbst wenn er ihn zu 75 Prozent selbst bezahlen muss. Aber es hilft nichts; die Betroffenen werden künftig eben länger nach einem Platz fürs Auto suchen und weiter laufen müssen.