Sparkasse in Bad Honnef: Schüler lernen beim Planspiel Börse mit Aktien zu handeln

Sparkasse in Bad Honnef : Schüler lernen beim Planspiel Börse mit Aktien zu handeln

Beim Planspiel Börse der Sparkasse sind starke Nerven gefragt. Schüler simulieren Wertpapierhandel und erleben Tagesschwankungen der Börse hautnah mit.

Elf Wochen können ganz schön lang werden. So lang wie eine Spielzeit beim Planspiel Börse der Sparkassen: Ein Wettbewerb, bei dem Schülern ein virtuelles Kapital zur Verfügung gestellt wird, das sie vermehren sollen. Gehandelt wird auf Grundlage realer Börsenplätze. Dass da gute Nerven gefragt sind, erfuhren bereits 25.000 Teams aus Deutschland und 5000 aus Italien, Frankreich, Luxemburg, Schweden und Mexiko.

Auch im Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse Bad Honnef ließen sich 70 Teilnehmer in zehn Teams auf das spannende Börsengeschehen ein. Dorit Schlüter gratulierte in der Stadtsparkasse nun den erfolgreichen drei Gewinnerteams. „Kein Team ist in der Gewinnzone“, erläuterte Vorstandsvorsitzende Dorit Schlüter die Ergebnisse. Die schwierige Börsensituation habe allerdings den Teilnehmern auch einiges abverlangt.

Glück und Pech liegen eng beieinander

Sparkassenmitarbeiter Matthias Weiler gab den Schülern einen aktuellen Einblick hinter die Kulisse des Anlagewesens von 2018. Der DAX habe wenig Anlass zur Freude gegeben. Der bevorstehende Brexit, der Handelskrieg zwischen China und den USA oder auch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums wirke sich aus. Das habe den deutschen Leitindex in der Spielzeit zeitweise unter die 11.000-Marke fallen lassen. „Das war eine schwierige Zeit“, sagte Weiler. Der Einfluss des Tagesgeschehens zeichne sich immer wieder deutlich und möglicherweise unerwartet ab. Dennoch wies er nach vorne: „Wir sind optimistisch“. Man müsse Meldungen aufgreifen und gut beobachten, merkte Schlüter an. Da sei schnelle Reaktion gefragt. Das Aktiengeschäft sei langfristig angelegt, Glück und Pech lägen eng beieinander. Sich auch künftig bei Investitionen breit aufzustellen mit Sparbuch, produktivem Kapital und „Steinen“, sprich Immobilien, sei eine gute Möglichkeit, die Zukunft zu sichern.

Die Schüler fassten ihre Erfahrungen im Planspiel indes so zusammen: Sie hätten gelernt, die Traumvorstellung, durch Aktienanlagen reich zu werden, beiseite zu legen. Das Planspiel habe sich teilweise durchaus echt angefühlt. Eine Schülerin zitierte den Börsenstrategen André Kostolany: „An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten“. „Das erworbene Wissen soll die Teilnehmer befähigen, in Zukunft auch persönliche Finanzentscheidungen fundiert zu treffen“, so Dorit Schlüter. So seien die Teams auf spielerische Art gezwungen worden, sich intensiv mit der Börse, den wirtschaftlichen Zusammenhängen, aber auch den aktuellen politischen Ereignissen zu beschäftigen.

Gewinnerteams aus Bad Honnef

Mit 200 Euro wurde das Siegerteam „The wolves of hagerstreet“ vom Gymnasium Schloss Hagerhof belohnt. Die Spieler hatten den Depotgesamtwert von 49.803,73 Euro erreicht. Den zweiten Platz konnte das Team „Die Auserwählten“ vom Nell-Breuning Berufskolleg mit einem Depotwert von 48.515,75 Euro belegen. Dafür gab es 150 Euro Preisgeld. Auf dem dritten Platz war das Team „Börsen-Barbies“. Dafür gab es 100 Euro.

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