Joan Baez auf der Insel Grafenwerth: Rückstau bis auf die B42 nach Konzert in Bad Honnef

Joan Baez auf der Insel Grafenwerth : Rückstau bis auf die B42 nach Konzert in Bad Honnef

Rund 3.500 Besucher kommen zu dem Konzert der Folk-Legende Joan Baez auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef. Der Anreiseverkehr lief weitgehend reibungslos, als Engpass entpuppt sich das Honnefer Kreuz.

Reif für die Insel: Das galt am Samstagabend für Joan Baez und rund 3.500 Fans der US-amerikanischen Folk-Sängerin. Der Weltstar machte auf seiner „Fare Thee Well Tour“ auf Grafenwerth Station. In Erwartung der hohen Besucherzahl hatten Konzertveranstalter und Stadt Bad Honnef angekündigt, dass die Insel ab 16 Uhr nur noch für Konzertkarteninhaber zugänglich sein würde. Das wurde indes eher locker gehandhabt. So war der Zugang zum neuen Biergarten für jedermann offen.

Die ersten Besucher kamen etwa drei Stunden vor Beginn des Konzerts auf die Insel. Viele nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel. Dennoch war der Parkplatz an der Bahnhaltestelle bereits am Nachmittag voll belegt. Eine Stunde vor Konzertbeginn bildete sich am Honnefer Kreuz ein Stau bis auf die B 42, wo mittlerweile die Zufahrt zur Insel ab dem Abzweig auf die Lohfelder Straße gesperrt worden war.

Autofahrer wurden von dort umgeleitet in Richtung Bad Honnef AG und Birkenstock, wo ebenfalls Parkraum zur Verfügung gestellt worden war. Während sich auch dort immer mehr Plätze füllten und die Besucher über den extra mit Flatterband gesicherten Bürgersteig in Richtung Insel strömten, hatten die Parkplatzwächter auf dem ehemaligen Gelände der Firma Jass noch nichts zu tun. Dort waren weitere 500 Parkplätze zur Verfügung gestellt worden.

Stadt zieht positives Fazit

Allerdings zeigte sich, dass gerade auswärtige Besucher von der B42 aus dem Hinweisschild auf die Insel Grafenwerth folgten, anstatt weiter Richtung Bahnhof zu fahren und von dort weit unkomplizierter auf die August-Lepper-Straße und auf die freien Parkplätze zu gelangen. Die komplizierte Abfahrtssituation am Honnefer Kreuz forderte hier Tribut. Insgesamt aber zog die Stadt ein positives Fazit; von den Erfahrungen werde man zum Beethovenfest 2020 zudem profitieren, hieß es.

Eine Stunde vor Konzertbeginn bildeten sich auch vor dem Einlass Warteschlangen bis auf die Brücke. Die Kartenkontrolle lief zügig. Kameras mussten draußen bleiben. Auch Regenschirme hatten auf dem Gelände aus Sicherheitsgründen nichts zu suchen, was manchen besorgt gen Himmel blicken ließ. Tatsächlich frischten einige Böen auf, die sich während des Konzerts verstärkten. Aber es blieb trocken bis zu den Zugaben, mit denen Joan Baez die Zuhörer, die aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland gekommen waren und die teils einen Wochenendurlaub im Siebengebirge eingelegt hatten, schließlich in den Abend entließ.

Einige Besucher zogen es vor, nicht bis zum Ende zu bleiben. Sie taten gut daran. Völlig überfüllt war etwa die Linie 66 Richtung Bonn; es kam zu Verspätungen. Zusteigende Fahrgäste waren perplex ob des Ansturms: „Haben wir Rhein Flammen?“, fragte eine junge Frau. „Nein, wir haben Joan Baez“, so die Antwort eines Konzertbesuchers.

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