Rheinspaziert 2019: Alle Infos zum Festival auf Insel Grafenwerth in Bad Honnef

Insel Grafenwerth in Bad Honnef : Das erwartet die Besucher bei "R(h)einspaziert" 2019

Das beliebte Festival "R(h)einspaziert" auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef steigt am kommenden Samstag mit einem neuen Konzept: Der Nachmittag gehört den Familien, und ab 17 Uhr geht das Fest nahtlos in den Open-Air-Konzertabend über. Und das alles bei freiem Eintritt.

Spiel, Spaß und Action für Junge und Junggebliebene, dazu Musik und Partystimmung bis zum Abwinken – und das alles umsonst und draußen: Das erwartet die Besucher, wenn es am Samstag auf der Insel Grafenwerth zum 27. Mal heißt „R(h)einspaziert“.

Der Stadtjugendring Bad Honnef hat dem beliebten Open-Air-Festival in diesem Jahr eine Frischzellenkur verpasst und hofft so, noch mehr Besucher auf die Insel locken zu können. Das neue Konzept sieht eine Zweiteilung der Veranstaltung vor: „Am Nachmittag findet ein großes Kinder- und Familienfest mit eigenem Programm als eigenes Format statt“, sagt Vorstandsmitglied Marcelo Peerenboom.

Ab 17 Uhr soll dann musikalisch auf rheinische Art die Post abgehen. Erstmals werden nämlich überwiegend kölsche Stimmungsbands beim abendlichen Konzertprogramm den Ton angeben. Musik zum Mitsingen, wie sie momentan voll im Trend liegt, garantieren die Veranstalter.

Auch Roman Lob macht Musik zum Mitsingen

Sie haben gleich fünf Bands engagiert, die auf der Bühne praktisch für einen fliegenden Wechsel sorgen. Besonders stolz ist der Stadtjugendring, mit Roman Lob ein prominentes Gesicht begrüßen zu können. Der Sänger, der Deutschland 2012 beim Eurovision Song Contest vertreten hat, ist inzwischen Frontsänger der Kölschrock-Band Stadtrand.

„Wir haben uns schon sehr lange bemüht, die Band nach Bad Honnef zu holen. Jetzt hat es endlich geklappt“, freut sich Peerenboom. Eine feste Größe im rheinischen Karneval ist auch die Band Fiasko, die schon den Gürzenich und die Lanxess-Arena rockte. Das R(h)einspaziert-Publikum wollen in diesem Jahr auch die Jungs von Miljö erobern. Mit kölschen Texten und einer Klangwelt irgendwo zwischen Akustik- und E-Gitarre, zwischen Folk und Rock hat sich Miljö ihren festen Platz in der Region erobert.

Dabei sein wird auch die populäre Surfpop-Kölschband Planschemalöör, die seit 2018 auf vielen Kölner Bühnen unterwegs ist. Und schließlich wollen auch Wildfire mit zeitlosem Indie-Rock und Pop das Bad Honnefer Publikum zum Tanzen bringen.

Familienfest im Zeichen der Kinderrechte

Völlig neu konzipiert wurde der Familiennachmittag. „Bislang war der Anfang am Nachmittag ja immer etwas schleppend“, so Peerenboom. Als eigenständige Veranstaltung gibt es diesmal ein großes Mitmach-Fest für die ganze Familie. „Wir wollen mit dem Fest auch ein Zeichen für Toleranz setzen und mit Kindern und Familien aller Nationalitäten feiern“, betont Stadtjugendring-Vorsitzender Marius Nisslmüller.

Alles dreht sich dabei um das Jubiläum „30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention“. 20 Bad Honnefer Vereine und Institutionen sind mit im Boot. Sie haben einen Mitmach-Parcours auf die Beine gestellt. Ob sportlich oder kreativ, hier soll jeder auf seine Kosten kommen.

War die Bühne bislang immer bis zum ersten Bandauftritt verwaist, gibt es diesmal bereits am Nachmittag ein buntes Rahmenprogramm. „Bühne frei“ heißt es vor allem für den Nachwuchs: Kindergärten sind dabei, Vereine und auch das Projekt „Bad Honnef tanzt“.

Um 17 Uhr soll dann der Schalter umgelegt werden und nahtlos das Abendprogramm starten. Auch für die angekündigte Hitze ist man gewappnet: Es wurden eigens Sonnenschirme nachgeordert, und genügend Getränke sind nach Aussagen der Veranstalter auch vorhanden.

Vereine sind mit Begeisterung dabei

Mit dem neuen Konzept habe man offene Türen bei den Vereinen eingerannt, berichtet Peerenboom. Entsprechend groß ist das ehrenamtliche Engagement: Allein am Nachmittag werden rund 150 Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen, am Abend sind es noch einmal 100. „Es ist schon beachtlich, wie viele Menschen sich für R(h)einspaziert engagieren. Das ist eine richtig starke Bewegung geworden.“

Zuletzt hatte es gar nicht gut ausgesehen für die Zukunft des Open-Air-Festivals. 8000 Euro Defizit hatte R(h)einspaziert 2018 eingefahren, das nur aus Rücklagen aufgefangen werden konnte. Der Stadtjugendring sah sich mit der Frage konfrontiert, wie die Veranstaltung finanziell auf eine sichere Basis gestellt werden kann.

Peerenboom: „Wir haben ja leider keinen Großsponsor. Wir hängen komplett vom Verlauf des Abends ab.“ Sämtliche Einnahmen werden benötigt, um die Veranstaltung zu finanzieren. „Das ist ein riesengroßer Kostenapparat.“ Mit dem neuen Konzept hoffe man nun auf mehr Besucher und somit auch steigende Umsätze.

Mehr Infos unter www.rheinspaziert.de und facebook.com/rheinspaziert

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