Inselcafé: Rat bleibt bei Kündigung

Inselcafé : Rat bleibt bei Kündigung

Die unendliche Geschichte ist um ein Kapitel reicher: In nichtöffentlicher Sitzung hielt die Mehrheit des Stadtrates am Donnerstagabend zum wiederholten Mal an der vor einem Jahr ausgesprochenen Kündigung des Pachtvertrages für das Inselcafé auf Grafenwerth fest. Nun will der Pächter vor Gericht gehen.

Der Pachtvertrag für die städtische Immobilie soll neu ausgeschrieben werden. Der aktuelle Pächter Hermann Nolden sagte am Freitag auf GA-Anfrage, er werde rechtliche Mittel gegen die Kündigung einlegen. Aller Voraussicht nach kommt damit nun ein Rechtsstreit auf die Stadt Bad Honnef zu.

Wie berichtet, hatte die Stadt Nolden, der das Inselcafé seit gut 26 Jahren sowie unter anderem auch das Restaurant auf dem Drachenfels bewirtschaftet, zum 31. Dezember 2013 gekündigt. Das hatte für Aufregung gesorgt, zumal Nolden eine Absichtserklärung der Verwaltung vom Sommer 2012 vorlag, den Pachtvertrag über den 1. Januar 2014 hinaus zu verlängern. Die Honnefer Politik wollte es anders, der Vertrag wurde gekündigt.

Und schon einmal im Juli hielt der Stadtrat daran fest. Er tat es auch nun, nachdem die Sache zwischenzeitlich in einem Schlichtungstermin vor dem Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) erörtert worden war. Der DEHOGA-Ausschuss hatte appelliert, an einem bereits verhandelten Kompromiss festzuhalten, der unter anderem eine Anpassung der Pachtzahlung vorsah. Nolden, der auch ein neues Konzept präsentiert hatte und einen neuen Betreiber gewinnen konnte, sagte gestern: "Die Entscheidung leistet der ganzen Sache einen Bärendienst, das Projekt ist blockiert."

Er geht davon aus, dass eine Klärung vor Gericht ansteht: "Einen Prozess will eigentlich niemand, aber es muss wohl so kommen." Die Verwaltung wollte sich gestern mit Verweis auf laufende Verhandlungen und rechtliche Klärungen zum Sachverhalt nicht äußern.