Kommentar : Mehr Miteinander

Kein Zweifel: Es gibt sie, die Fahrradrüpel, die mit ihren Rädern quer durch den Wald brettern und mit quietschenden Reifen an den Spaziergängern vorbeischlittern.

So, wie es im Straßenverkehr die Autorowdys gibt. Und ja, so wie es rücksichtslose Fußgänger, Jogger und wenig gewissenhafte Hundehalter gibt. Aber diese Menschen sind, glücklicherweise, die Minderheit. Das macht ihr Verhalten nicht besser, aber erträglicher.

Aber auch so kann es gerade an einem schönen Sommertag im Siebengebirge ganz schön eng werden. Und daher ist es wichtig, dass nun im Zuge des neuen Wegekonzepts eine deutlichere Beschilderung für klare Verhältnisse sorgt. Damit Reiter, Radler und Wanderer wissen, wo sie unterwegs sein dürfen und wen sie gegebenenfalls antreffen.

Zwar zeigt auch hier das Beispiel Straßenverkehr, dass selbst die genauesten Regeln und deutlichsten Schilder nicht einzelne Übertretungen verhindern können. Doch ohne würde es sicherlich noch ganz anders zugehen.

Das macht aber auch deutlich, dass klare Regelungen alleine nicht reichen. Von allen, die im Siebengebirge Erholung suchen und ihre Freizeit dort verbringen wollen, ist ein Mehr an Miteinander gefragt. Da gilt es, Rücksicht zu nehmen und sich bewusst zu machen, dass man nicht alleine im Wald unterwegs ist.

Diese Rücksichtnahme gilt übrigens auch gegenüber jenen, die im Wald leben und keine Stimme haben: den Tieren. Denn auch sie leiden darunter, wenn sich der Mensch nicht an die Regeln hält und in ihre Rückzugsräume eindringt. Und sie können keine Anzeige erstatten.