Sommer-Akademie im Katholisch-Sozialen Institut: Kunst mit dem gewissen "Touch"

Sommer-Akademie im Katholisch-Sozialen Institut : Kunst mit dem gewissen "Touch"

Und dann betrat der große Meister selbst die Bühne. Professor Milan Sládek schlüpfte beim Abschlussabend der Sommer-Kunst-Akademie im Katholisch-Sozialen Institut (KSI) in mehrere Rollen und begeisterte das Publikum mit seinen pantomimischen Darbietungen.

Mehr als 100 Teilnehmer haben eine Woche lang in verschiedenen Kunstsparten unter dem Dach des KSI gemeinsam gearbeitet, gelacht und gelebt. An diesem Abend hatten sie sich alle im Innenhof eingefunden. Auch etliche Gäste waren gekommen, um sich die Ergebnisse dieses Schaffens anzusehen.

Natürlich traten auch die Schüler von Milan Sládek auf. "Ich freue mich, wie sie sich von Tag zu Tag verbessert haben", bemerkte er. Originelle Choreographien zu Themen wie "Momente des Lebens" oder "Mein Totenhemd hat keine Taschen" zeigten die Schüler an diesem Abend, auf den die "HopStopBanda" musikalisch mitreißend eingestimmt hatte und auch später noch einmal ordentlich nachlegte. Renate Goretzki, im Hause für Kultur und Kunst zuständig und "Erfinderin" dieser Sommer-Akademie, unterstrich noch einmal: "Es ging bei dieser Akademie um ,Touch?, um Berührung, um Vernetzung." Und: "Alle Ateliers sind geöffnet, alle Ergebnisse sind zu sehen. Freuen Sie sich auf gute Gespräche."

Im großen Europa-Saal des KSI beispielsweise wurde nicht mehr gemalt, Pinsel und Stifte waren eingepackt. Die Bilder standen auf Staffeleien. Hier hatten Frauen und Männer mit Friedrich Dickgiesser gearbeitet. "Freie Malerei" lautete ihr Thema. "Ich habe mich in dieser Woche sehr wohlgefühlt", sagte Rita Friedrichs aus Bergisch-Gladbach, "es ist ein Traum, wenn man von morgens bis abends malen kann, wenn man so bedient wird wie hier. Wir waren eine wahnsinnig tolle Gruppe, wir haben uns gegenseitig befruchtet. Und Friedrich Dickgiesser ist ein fantastischer Meister."

Zum zweiten Mal nahm sie an der Akademie teil. "Ich habe hier viele Impulse erhalten. Seit meiner ersten Akademie im vergangenen Jahr gab es in meiner Entwicklung eine Explosion. Ich male jetzt abstrakt." Und sie stellte ihre ersten drei Bilder, die innerhalb der Woche entstanden, dem vierten gegenüber. "Das ist richtig gut gelungen. Ich dachte erst, das wird nichts", zeigte sich die Malerin erfreut über diesen Erfolg. Birgit Sewekow war es wichtig, einmal die Technik Dickgiessers auszuprobieren: Bilder auf dunklem Samt. "Das war kein Problem, er hat das mit uns gemacht."

Die Dame aus Leverkusen hat bisher alle Kurse mitgemacht. "Hier kann ich den ganzen Tag arbeiten. Ich wüsste nicht, wo das sonst so möglich ist. Diese Akademie ist unbeschreiblich. Das ist ein sehr gutes Rezept. Die Akademie müsste nur noch um einen Tag verlängert werden. Das wäre fantastisch." Im nächsten Jahr will sie wieder dabei sein, wieder ihre Pinsel im KSI auspacken, wo sie sich rund um die Uhr nur der Kunst widmen darf.