Rathaus-Foyer in Bad Honnef: Künstlergruppe Step-by-Step lud zur Vernissage

Rathaus-Foyer in Bad Honnef : Künstlergruppe Step-by-Step lud zur Vernissage

Vor ziemlich genau einem halben Jahr hatte die Künstlergruppe "Steb-by-Step" zu ihrer ersten Ausstellung in das Foyer des Bad Honnefer Rathauses eingeladen.

Die vier Gründungsmitglieder Florette Hill, Harry Weißenfels, Blanca Reindl und Rolf Spindler hatten sich über ein soziales Netzwerk kennengelernt und zusammengetan.

Auf ihrer Vernissage am Montagabend gaben sie bekannt, dass sie nur noch zu dritt sind. Aus zeitlichen Gründen musste Spindler sein Mitwirken im Künstlerquartett einstellen. Nichtsdestotrotz hatten die restlich Drei um Initiatorin Hill ihre zum Teil erstaunlich schönen Werke einer großen Schar von Gästen vorgestellt.

Ergänzt wurden sie durch den Gastbeitrag Tomas Dosslers. Der Facharzt für Frauenheilkunde aus Solingen konnte zur Vernissage persönlich nicht erscheinen, ließ jedoch seine Bilder für sich sprechen. "Wir haben diesen Fernseher für ihn aufgestellt", erzählte Hill. "Er hat uns einen USB-Stick mit seinen Bildern geschickt, und die zeigen wir auf dem Gerät."

Musikalische Akzente von Christian Evers

Durch den Abend führte Moderator Peter Hurrelmann. Musikalische Akzente setzte Christian Evers am Cello. Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Munk ging auf das zwiespältige Verhältnis der Kunst zur Ästhetik ein. "Die Kunst widmet sich oftmals dem Bemühen um das Schöne", so Munk.

"Oder aber Sie haben Künstler, die sagen: Wenn jemand meine Kunst als schön beschreibt, ist das der Moment, in dem ich sie wegschmeiße'." Seinem Empfinden, die ausgestellten Werke in erstere Gruppe einzuordnen, konnte man sich als Gast nur anschließen. Zu betrachten gibt es Florette Hills auf Seide gezogene Fotografien, Blanca Reindls Acryl- und Ölmalereien und Harry Weißenfels digitale Fotokunst.

Hill widmet sich natürlichen Motiven, Reindl verarbeitet mit ihrer kritischen Kunst gesellschaftspolitische Themen während Weißenfels mit computeranimierten Manipulationen neue Wirklichkeiten schafft.

Wiedererkennungswert kann für Künstler etwas Gutes sein. Der Wiedererkennungswert der gezeigten Werke lag leider vor allem daran, dass eine Großzahl davon bereits in der ersten Ausstellung zu sehen war. Es wäre spannend gewesen, vermehrt Neues aus den Ateliers von Hill, Weißenfels und Kollegen zu sehen.

Info

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen bis Freitag, 29. Mai.

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