Kleinkunst im Siebengebirge: Kleinkunstverein Hautnah in Bad Honnef löst sich auf

Kleinkunst im Siebengebirge : Kleinkunstverein Hautnah in Bad Honnef löst sich auf

Keine zwei Jahre, nachdem aus der privaten Kulturinitiative ein Verein geworden war, ist er wieder Geschichte: Der Verein „Hautnah – Kultur und Medien im Siebengebirge“ wird zum Ende des Jahres aufgelöst. Das teilte der Vorstand dem General-Anzeiger mit.

Die Kulturveranstaltungen im Zeughaus der Karnevalsgesellschaft Löstige Geselle jedoch gingen weiter. Das Jahresprogramm für 2020 stehe schon, los gehe es im Februar mit einer Karnevalsparty sowie im Folgenden mit Kleinkunstveranstaltungen.

Mitte 2018 hatte sich wie berichtet der Verein gegründet und sich der Förderung der Kleinkunst und digitalen Entwicklung verschrieben. Viele Projekte wurden umgesetzt, darunter Musik-, Kabarett- und Comedy-Veranstaltungen. Außerdem initiierte der Verein die Webplattform City-Video sowie „7BergeTV“ mit Beiträgen über historische Orte im Siebengebirge. Darüber hinaus unterstützte der Verein eine Imagefilm-Produktion der Offenen Ganztagsschule an der Sankt Martinus- Grundschule und führte eine Film AG an der Sankt Josef Real- und Gesamtschule durch. Ein Video-Beitrag über Penaten ist noch in Arbeit.

Ausschlaggebend für das Ende des Vereins sei der hohe Aufwand gewesen und dass sich keine neuen Mitglieder gefunden hätten. „Wir beenden unsere Tätigkeit mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, so Vorsitzender Heino Gröf. Innerhalb der kurzen Zeit habe Hautnah sehr viel erreicht und positive Impulse gesetzt. Jedoch: „Die Arbeit war mit unseren Ansprüchen für die kleine Mitgliederschar nicht mehr zu stemmen.“ Außerdem habe keine Aussicht auf öffentliche ideelle oder finanzielle Unterstützung bestanden.

Die Kleinkunstveranstaltungen im Zeughaus der KG Löstige Geselle würden zugleich fortgesetzt. Ab 2020 übernimmt die Regie erneut Rainer Hombücher, der Hautnah 2015 in Kooperation mit den Löstigen Gesellen ins Leben gerufen hatte. Unter dem neuen Namen „Zeughaus Kleinkunst hautnah“ sollen das bewährte Rezept fortgesetzt sowie im Programm vermehrt lokale Akzente gesetzt werden, so Hombücher zum GA. suc

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