"Musik trifft Kunst" im Kunstraum: Kleine Musiker ernten viel Beifall in Bad Honnef

"Musik trifft Kunst" im Kunstraum : Kleine Musiker ernten viel Beifall in Bad Honnef

„Musik trifft Kunst“: Die aktuelle Ausstellung im Kunstraum war die Kulisse für junge Solisten der städtischen Musikschule. Etwa 40 Zuhörer hatten die Nachwuchsmusiker, die vor dem Auftritt noch emsig damit beschäftigt waren, die Instrumente zu stimmen und Noten zu sortieren.

„Musik trifft Kunst“: Die aktuelle Ausstellung im Kunstraum war die Kulisse für junge Solisten der städtischen Musikschule. Etwa 40 Zuhörer hatten die Nachwuchsmusiker, die vor dem Auftritt noch emsig damit beschäftigt waren, die Instrumente zu stimmen und Noten zu sortieren. Musikschulleiterin Antonia Schwager und die Musiklehrer Brigitta Kragh und Bernd Kulinna hatten mit ihren Schülern das kleine Konzert vorbereitet.

Zum Auftakt spielte Johann Juranek auf der Gitarre „Die Schnecke“ und erntete prompt kräftigen Beifall, denn den großen Kunstraum mit Klängen zu füllen ist keine leichte Aufgabe. Dieser Herausforderung stellte sich auch Timon Christmann mit einem Gitarrenpräludium, ebenso wie Maja Rauh, die einen Kasatschok auf dem Klavier spielte. Lilly Rauh und Betty Schulze-Husmann stimmten vierhändig die „Rosen aus dem Süden“ von Johann Strauß an.

Thies Fischer brillierte mit Georg Philipp Telemanns „Allegretto“ an der Querflöte. Flötenklänge gab es auch von Amelie Neuber-Watts zu hören, als sie mit Klavierbegleitung von Lilly Rauh „Sur le pont d' Avignon“ aufführte. Eine Klarinette kam ebenfalls zum Einsatz: Clara Juranek zauberte auf dem Blasinstrument eine wunderbare Frühlingsmelodie.

Anspruchsvolles Repertoire

Ein anspruchsvolles Repertoire von Claude Debussy hatten sich die jungen Pianistinnen Flora Lamberty und Isabelle Wirtgen ausgesucht. Die Besucher hörten zunächst den vierten Satz „Passepied“ aus der „Suite Bergamasque“ von Debussy, gespielt von Flora Lamberty, die die Schwierigkeiten des Stücks souverän meisterte. Auch Isabelle Wirtgen nahm die Herausforderung eines Debussy-Werkes an. Sie spielte aus „Children's Corner“ das Stück „Doctor Gradus ad Parnassum“ und legte viel Temperament in die Darbietung.

Debussy hatte einst den Zyklus „Children's Corner“ seiner 1905 geborenen Tochter Emma-Claude, genannt Chouchou („Schätzchen“), gewidmet. Der krönende Schluss des Konzerts gehörte Carolin und Nina Auras. Die beiden Pianistinnen widmeten sich dem weltbekannten „Walzer Nr. 2“ aus der „Jazz-Suite Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch. Die schwingende walzertypische Spielweise schuf eine heitere Atmosphäre.

Während des Konzerts ließen die Besucher immer wieder die Blicke über die ausgestellten Bilder von Inge Brandt schweifen, deren lebhafte Farben – ob „Honnefer facetten“, „Masken in Venedig“ oder „Maskerade“ – die spielerischen Nuancen und die Lebensfreude der Musik zu spiegeln schienen. Die Künstlerin genoss das Spiel der jungen Musiker wie die anderen Zuhörer und applaudierte sichtlich begeistert.

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