OGS-Betreuerin in Bad Honnef geht in Rente: Kinder und Kollegen verabschieden Regine Metzner

OGS-Betreuerin in Bad Honnef geht in Rente : Kinder und Kollegen verabschieden Regine Metzner

Die 67-jährige Bad Honneferin Regine Metzner hat fast ihr ganzes Berufsleben der Kinderbetreuung in der Offenen Ganztagsschule gewidmet. Jetzt hatte sie ihren letzten Arbeitstag.

Eine Legende geht in Rente: Das war nicht nur der Grund der großen Feier in der Offenen Ganztagsschule (OGS) Am Reichenberg – so stand es auch auf dem T-Shirt, das das Team der Stadtjugendring gGmbH, namentlich Geschäftsführerin Silke Kornstädt, Birgit Winkelhausen und Andrea Buchholz, der Hauptperson des Tages, Regine Metzner, überreichte.

Die Diplom-Pädagogin ist seit Jahrzehnten eine sichere Bank, wenn es um die Jugendarbeit in der Stadt und um die qualifizierte Betreuung der Schulkinder geht. Aber apropos Hauptpersonen: Die waren und sind für sie immer die Kinder.

Herzlich, zupackend, grundehrlich und ein Mensch, der oft und gerne lacht: Regine Metzner hat Spuren hinterlassen, im Team und bei den unzähligen Kindern, die von ihrer offenen, zugewandten Art in all den Jahren profitieren durften. „Die Schule war mein Leben“, sagte die 67-jährige Mutter einer Tochter, die in Aegidienberg wohnt und die Islandpferdereiterei zu ihren ganz großen Hobbys zählt. „Aber ohne meinen Mann Rainer wäre es nicht gegangen.“

Am Erfolg der OGS beteiligt

Nicht „nur“ beruflich brachte sich Metzner engagiert für die Kinder ein. Auch in verschiedenen ehrenamtlichen Funktionen hat sie die Jugendarbeit und die Betreuungslandschaft geprägt. So war sie beim Stadtjugendring unter anderem Vizevorsitzende und für die Offene Jugendarbeit zuständig.

Beruflich war Metzner nach dem Einsatz für den Schülertreff ab 1999 dann wieder seit 2010 hauptamtlich Mitarbeiterin der OGS. Begonnen hatte ihr Werdegang indes schon im Schuljahr 1995/96: In Bad Honnef wurde die Betreuung in der „verlässlichen Grundschule“ auf den Weg gebracht mit anfangs 45 Kindern.

Die sogenannten „Mountain Kids“ wurden zur Keimzelle eines Erfolgsmodells, an dessen Aufbau und Erfolg Metzner maßgeblich beteiligt war. 1999 wurde der Stadtjugendring als Verein Träger der Betreuung, die seit 2005/2006 die OGS ist, und blieb es bis 2013.

Dann wurde die Stadtjugendring Bad Honnef gemeinnützige Träger GmbH gegründet, um die seit vielen Jahren ehrenamtlich geleistete Arbeit in professionelle Strukturen zu überführen. Ein nachvollziehbarer Schritt, wie alleine die OGS-Zahlen belegen.

Liegestuhl als Abschiedsgeschenk

Derzeit besuchen Am Reichenberg 137 Kinder die OGS in Jugendring-Trägerschaft. Weitere 152 sind es in Aegidienberg, 134 an der Löwenburgschule in Rommersdorf sowie 128 in Selhof. Der Verein Stadtjugendring besteht zugleich fort mit seinem ehrenamtlichen Vorstand, versteht sich als Lobbyist der Jugend mit zahlreichen Projekten wie „Gewaltfrei“ oder Veranstaltungen wie „R(h)einspaziert“. Entwicklungen, die Regine Metzner begleitete und mit prägte.

Zu einer besonderen Berufung wurde ihr aber die OGS, wie auch Schulleiterin Nicola Kiwitt betonte: „Bei ihr hat man den Eindruck, als sei es ein Hobby, so locker geht es ihr von der Hand. Sie ist immer mit Begeisterung dabei.“ Kornstädt ergänzte: „Man weiß bei ihr immer direkt, woran man ist.“ „Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck“, sagten die Kolleginnen. Die bedankten sich mit einem Gedicht, natürlich mit einem Augenzwinkern und Metzners Standardspruch: „Eins will ich euch mal sagen ...“

Dafür, dass Regine Metzner Geschenke wie einen Liegestuhl von den Teamkolleginnen und einen Gutschein für Lesestoff vom Lehrerkollegium nicht über Gebühr wird nutzen können, ist übrigens gesorgt: Als Springerin bleibt Regine Metzner dem OGS-Team erhalten.