Arbeiterwohlfahrt: Justizminister ist von "Jacke wie Hose" beeindruckt

Arbeiterwohlfahrt : Justizminister ist von "Jacke wie Hose" beeindruckt

Er ist selbst seit fast 25 Jahren Mitglied der Arbeiterwohlfahrt. Am Freitag besuchte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty den Awo-Kleiderladen "Jacke wie Hose" - und war baff. Denn Vorsitzende Lucia Olbrück überreichte bei dieser Gelegenheit mehrere Tausend Euro für soziale Zwecke.

Kutschaty: "Es ist bemerkenswert, dass ein Verein, der selbst ein sozialer Verband ist, auch noch anderen abgibt." Und: "Diese Dimension hätte ich mir nicht vorstellen können. Da steckt immens viel Zeit, Herzblut und Engagement dahinter." So wollte Kutschaty auch keinesfalls die Spendenübergabe übernehmen. "

Das ist Euer Geld", lehnte er das Angebot von Lucia Olbrück ab, den "Weihnachtsmann" zu spielen. Vertreter der Honnefer Tafel erhielten 1000 Euro, jeweils 500 Euro gingen an den Psychosozialen Arbeitskreis, den Förderverein Hohenhonnef, die Wohngemeinschaft Krachsnussbaumweg und an das Bündnis Familie.

Insgesamt unterstützt die Awo mit rund 20 000 Euro jährlich soziale Projekte. "Es ist erstaunlich, was hier eingenommen wird", so der Minister, der sich den Laden an der Bahnhofstraße anschaute und sich auch mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern unterhielt. Nicht weniger faszinierte ihn, dass "Jacke wie Hose" täglich geöffnet ist. Später sprach der Minister im Hotel avendi über das Betreuungsrecht und die Vorsorgevollmacht. Sie tritt dann in Kraft, wenn der Einzelne selbst wichtige Dinge des Alltags nicht mehr regeln kann. Der Minister warb dafür, rechtzeitig vorzusorgen.