Chorgemeinschaft Bad Honnef: Hymnen für den Mai

Chorgemeinschaft Bad Honnef : Hymnen für den Mai

Jungen Nachwuchs zu gewinnen - das ist ein Problem der Chorgemeinschaft Bad Honnef. Aber wenn die Herren ihr traditionelles Maiansingen gemeinsam mit dem Damenchor Bad Honnef veranstalten, ist der Kursaal rappelvoll.

Heike Scheel, Ehefrau des Vorsitzenden Claus Scheel, dirigierte die Besucher schließlich auf die Empore. Und auch dort war bald jeder Platz besetzt. "Der Mai ist gekommen": Bei einem gemeinsamen Auftakt-Lied stimmten sich die Sänger und ihre Zuhörer auf den Wonnemonat ein. Und dann waren Frühjahrslieder Programm.

Der Honnefer Chor durfte wieder auf die Verstärkung durch die Sänger des MGV Gemüthlichkeit Königswinter setzen, mit denen ohnehin gemeinsam unter Leitung von Musikdirektor Jochem Röttig geprobt wird. Außerdem wurden sie von einigen Sängern des MGV Liederkranz Aegidienberg und des MGV Niederkassel-Rheidt unterstützt. Mit Stücken wie "In die blühende Welt" oder "Immer raus aus dem Haus" machte der Chor Lust aufs Wandern. Wie schön, dass in den Reihen der Chorgemeinschaft mit Hans-Wolf Schölling ein Sänger ist, der früher schon auf Theaterbühnen gestanden hat und nun als Solo-Tenor den Konzerten ein i-Tüpfelchen aufsetzen kann. Er bot Operettenmelodien von Franz Lehar, Robert Stolz, Carl Millöcker und Emmerich Kalman. "Komm in den kleinen Pavillon" aus "Die lustige Witwe" oder "Dunkelrote Rosen" aus "Gasparone" erklangen. Und schließlich wurde es sentimental mit dem Lied "Wenn es Abend wird" aus der "Gräfin Mariza". Kaum hatte Schölling noch "Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien" gesungen, da stand das Volkslied "Grüß Gott, du schöner Maien" für alle auf der Agenda. Wer nicht ganz textsicher war, konnte den Programmzettel zu Hilfe nehmen.

Und eine Überraschung hatte die Chorgemeinschaft auf Lager: Die Schützenkönigin der Honnefer Sebastianer, Nadine Drothen, die in der Musical-Schule am Schloss Hagerhof ihre Stimme ausbildete, trat als Sopranistin auf. Sie gefiel mit Titeln wie "Memories" aus dem Musical "Cats" oder "One Moment in Time" von Whitney Houston.

Mit Flieder in den Händen wandelten die Sängerinnen des Damenchores singend auf die Bühne. Ein hübsches Bild. Ob Brahms "Minnelied" oder "Amor vittorioso": Die Frauen unter Leitung von Irina Brochin begeisterten ebenfalls. Ein weiterer Höhepunkt: Pianist Hans-Joachim Zick, der die Sänger gekonnt am Flügel begleitete, spielte ein Rondo im klassischen Stil über das Volkslied "Ich reise übers grüne Land". Beim Schlusslied winkten sich dann alle Akteure auf der Bühne und die Zuschauer im Saal gegenseitig zu.