Gottesdienst auf der Erpeler Ley: Gut 250 Gläubige nehmen an der Bergmesse und der Fahrzeugsegnung teil

Gottesdienst auf der Erpeler Ley : Gut 250 Gläubige nehmen an der Bergmesse und der Fahrzeugsegnung teil

"Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren" intonierte die Null-Uhr-Kapell am Sonntagmorgen auf dem Basaltplateau der Erpeler Ley.

Dorthin geladen zur traditionellen Bergmesse am ersten Sonntag im Mai hatte die Gemeinde Sankt Severinus. Gut 250 Gläubige waren dieser Einladung gefolgt, auch wenn die Temperaturen zum Beginn der Messe gerade erst den zweistelligen Bereich erreicht hatten. "Der ewige Friede ist keine leere Idee, sondern eine Aufgabe", zitierte Pfarrer Günter Lülsdorf den Philosophen Immanual Kant.

Da der Friede, weder der innere noch der in Lebensgemeinschaften und zwischen Völkern, nicht automatisch gegeben sei, müsse er ständig errungen werden. "Unfriede entsteht durch den Drang, immer mehr besitzen zu wollen, so dass man von Rastlosigkeit und Unruhe getrieben wird", so Lülsdorf.

Unfriede entstehe ebenso durch ein schlechtes Gewissen. Lülsdorf: "Nicht umsonst heißt es im Umkehrschluss: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen." Der christliche Glaube setze Maßstäbe, indem er zwischen erstklassigen und zweitrangigen Werten unterscheide.

Er ermutige zum Einfühlen, Verstehen und Verzeihen. Lülsdorf: "Zu oft erlebe ich es in meiner seelsorgerischen Arbeit, dass sich Menschen mit Hass und Rache verfolgen." Dabei werde Jesus doch schon bei der Verkündigung der Engel an die Hirten als Friedensbringer bezeichnet. Nach der Eucharistiefeier segnete Lülsdorf die Fahrzeuge, die in fünf langen Reihen geparkt waren.