Schlangestehen für Schnäppchen: Großer Andrang beim Honnefer Edelfummelmarkt

Schlangestehen für Schnäppchen : Großer Andrang beim Honnefer Edelfummelmarkt

Immer wenn das Frauenzentrum zum Secondhand-Kaufhaus wird, gibt's Gedränge. Viele Frauen, darunter etliche Stammkundinnen, wollen Gutes und Schönes günstig erstehen. Der Erlös kommt dem Beratungszentrum zugute.

Ob der Frosch auf der Seerose sich als König entpuppt? Jedenfalls fand der Silberring mit dem Froschmotiv beim Edelfummelmarkt des Frauenzentrums schnell eine Käuferin. Beim Edelfummelmarkt in der zur Boutique umgewandelten Einrichtung gehörten Schmuck und Accessoires ebenso zum Angebot wie Basics und Glamouröses, Klassiker und echte Schätzchen, gut erhaltene, schicke, sportliche, zeitlose, zum Teil auch witzige, extravagante Kleidungsstücke.

Marlene Kroll aus Windhagen ist bei dem Secondhand-Markt schon Stammkundin. Sie brachte Kirchenchorkollegin Angela Wolff mit. „Diese Lederjacke ist mir ins Auge gefallen – und sie passt wie angegossen“, meinte sie glücklich. Und Angela Wolff fand den farblich passenden Pullover zu ihrer senffarbenen Tasche.

Die Tochter für den Winter eingekleidet

Eine Mutter kaufte für ihre 16-jährige Tochter die komplette Wintergarderobe. Mäntel, Jacken, Kleider, Pullover – die Auswahl an Kleiderständern, auf Kleiderkarussells sowie in Regalen war groß. Es würden auch immer mehr Schuhe für den Markt abgegeben, wie das Organisationsteam mit Andrea Beier, Hannelore Müller und Bärbel Kraft berichtete. Mit insgesamt rund 20 Helferinnen stemmten sie die Veranstaltung.

Ursula Reiner aus Königswinter stöberte erstmals beim Edelfummelmarkt. „Ich möchte einfach nur schauen, ob mir etwas gefällt.“ Und Künstlerin Milena Kunz-Bijno aus Rhöndorf fand ein Paar leichte Reise-Hausschuhe. Astrid Spiering, zu Besuch bei ihrer Mutter in Bad Honnef, ergatterte zwei Röcke und eine Hose und für ihre Mutter Modeschmuck.

Die Helferinnen Jaqueline Michal, Lisa Schulte, Hanne Müller und Andrea Baier berieten und nannten Preise, Christine Hütten und Annerose Flunkert saßen an der Kasse. Der Erlös aus dem Edelfummelmarkt fließt in die Arbeit des für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis zuständigen Frauenzentrums Bad Honnef/Königswinter, denn die Beratungsstelle wird nur teilweise von öffentlicher Hand finanziert. Jedes Jahr müsse man 35 000 Euro für Personal- und Sachkosten selbst aufbringen, erklärte Christina Münk.

Markt ist immer professioneller organisiert

Zum immer professioneller werdenden Edelfummelmarkt, der über Umkleiden, Spiegel und eine Schmuckvitrine verfügt, gehören auch die Gespräche mit Kundinnen bei Sekt, Selters, Kaffee und Kuchen, den Christina Münk und Elisabeth Degen offerierten. Anna Kraft, Charlotte Hütten, Barbara Rehder und Lucy Boy sortierten anprobierte Teile wieder ein und sorgten laufend für Nachschub aus dem Fundus.

Schon vor Ladenöffnung stand eine Schlange vor dem Edelfummel-Kaufhaus. Besonders die aufwendig an Schaufensterpuppen präsentierten Sachen waren flott weg. Andrea Baier: „Unsere Kundinnen haben die Sachen von den Puppen gerissen.“

Jaqueline Michal freute sich, dass der Wunsch des Teams, schicke Mode auch in großen Größen bieten zu können, tatsächlich in Erfüllung ging. „Teile bis Größe 46 hatten wir bisher schon, aber jetzt fanden auch Frauen mit Größe 50 bis 52 noch hübsche Sachen bei uns.“

Mehr Infos zum Frauenzentrum und zu seiner Arbeit gibt es im Internet unter www.frauenzentrum-badhonnef.de.

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