Stadtfest in Bad Honnef: Ganz Honnef fühlt sich „frühlich“

Stadtfest in Bad Honnef : Ganz Honnef fühlt sich „frühlich“

Bei schönstem Frühlingswetter genießen am Wochenende zahlreiche Besucher das erste Stadtfest der Saison in Bad Honnef.

Raus aus den Schuhen, weg mit den Strümpfen: Und schon balancierten die zweijährige Nelly, Mailin (4) und ihr achtjähriger Bruder Leon über den Barfußpfad mit Steinen, Kies, Stroh, Moos oder Heu – und zum krönenden Abschluss ging es mit den nackten Füßen hinein ins Wasserbecken.

Nellys Mutter Laura Kubath hatte nichts gegen diesen Spaß einzuwenden – bei frühlingshaften Temperaturen von bis zu 23 Grad. Dem Centrum e.V. war bei „Fühl Dich Frühlich“ zum Auftakt der Stadtfeste-Reihe in Bad Honnef eine Punktlandung gelungen. Das grenzte schon an Hexerei: Am Vortag war noch Eiskratzen an Autoscheiben angesagt – nun konnten winterliche Hüllen fallen.

Die Besucher genossen den sehnlich erwarteten Sonnenschein in vollen Zügen, machten es sich überall in der Innenstadt vor den Cafés und Restaurants bequem. Sie bummelten durch die Stadt, bewunderten hübsch dekorierte Schaufenster und stöberten an den Ständen der Händler. Centrum-Chef Georg Zumsande sagte: „Wunderschönes Wetter. Sonne. Das ist Vitamin D. So können wir in den Frühling starten. Note eins für Jürgen Kutter. Das Fest ist perfekt organisiert und der Zusammenhalt der Geschäftsleute toll.“

Auch Laura Kubath sparte nicht mit Lob: „Gerade für Kinder gibt es so viele Angebote.“ Nicht nur Karussells und Hüpfburg standen für den Ansturm der Pänz bereit. Beim größten Gärtner der Welt – 2,40 Meter mit Hut – konnten die Kleinen selbst pflanzen. Herr Immergrün war in zünftiger Gartenkluft mit Schubkarre in der Stadt unterwegs.

Auch die sechsjährige Lilly aus Rottbitze erhielt zwei Samenkerne und ein Töpfchen zum Einpflanzen. „Das werden zwei Sonnenblumen so groß wie ich - aber du musst regelmäßig gießen!“ Papa Marc, Mama He und Schwesterchen Emily bekamen auch einige Tröpfchen Wasser zum Wachsen, ehe Imanuel Immergrün wieder mit Blumen jonglierte.

Pflanzenangebote von Mohnblume bis Minze

Die Gärtnerei Harald Zimmermann hatte nicht nur den Barfußpfad angelegt, sondern präsentierte daneben auf einem Hänger viele Pflanzen von Mohnblumen bis Minze und sorgte bei Hobbygärtnern für wahre Frühlingsgefühle. Aber nicht alle dachten bei Garten an Gemüse. Die Firma „Rheingrün“ hatte auf dem Markt als Anregung eine grüne Insel aufgebaut samt Sitzecke und Feuerstelle. Auch die Firma Velten sorgte für eine blumige Oase.

Ein weiteres Pflanzenparadies lockte: Alexandra Bernhardt hatte 250 verschiedene Pflanzen – mit verheißungsvollen Namen wie „Kraut der Unsterblichkeit“ – mitgebracht. Aber auch nordische Zitrone oder winterharte Bananenstaude verursachten gedankliche Purzelbäume von Südfrüchten aus dem eigenen Anbau.

Statt zum Pflanzholz griffen „Die swingenden Gärtner“ zu Sousafon, Sopran-Saxofon und Banjo. Die Musiker im Gartenoutfit „beackerten“ dabei die komplette Innenstadt. Diesmal nämlich hatte Centrum-Marktmacher Kutter dafür gesorgt, dass auch in der oberen Hauptstraße mehr Festbetrieb herrschte. Die Geschäftsleute selbst präsentierten diesmal ihre Waren noch mehr vor ihren Läden. Ergänzt wurde das Sortiment durch Händler an schmalen Ständen – hier spannte sich der Bogen vom griechischen Bergtee bis zur Salami. Auf dem Kirchplatz war das neue Auto ein Thema.

Viele Honnefer freuen sich schon auf die sommerlichen Centrum-Schlemmerabende – jetzt hielten einige der Köche aus der Premierensaison 2017 auch bei „Fühl Dich Frühlich“ ihre kulinarischen Angebote bereit. Möhren-Mango-Suppe aus der Suppenmanufaktur, der Lieblingsburger, Backfisch, Pommes oder Reibekuchen und sogar Champagner waren angesagt. Bei der Bad Honnefer Confiserie Coppeneur konnten Schleckermäuler ihre eigene Schokolade kreieren. Norbert Menden aus Königswinter: „Ich finde es toll, was die Bad Honnefer hier immer auf die Beine stellen.“

Die konnten sich mit der Anschaffung von T-Shirts mit Drachenfels- oder Bad-Honnef-Aufdruck von Tizian Rein outen. Rasenmähen? Wem genau deshalb vor dem Frühling auch ein wenig graust, konnte sich von Marcel Peters den Solisten unter den Rasenmähern erklären lassen, der diese lästige Arbeit nach Programmierung ganz allein verrichtet. Bei solchen Aussichten wurde auch dem Letzten ganz schnell ziemlich frühlich zumute.

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