Festwochenende in Rhöndorf: Freiwillige Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen

Festwochenende in Rhöndorf : Freiwillige Feuerwehr feiert 100-jähriges Bestehen

Mit einem Festwochenende hat die Rhöndorfer Freiwillige Feuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Mit dabei waren etliche Vereine des Ortes, Politiker und befreundete Wehren. Pfarrer Herbert Breuer segnete ein neues Einsatzfahrzeug.

Mit einem Festwochenende hat die Rhöndorfer Freiwillige Feuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Start war am Freitag mit einer großen Jubiläumsparty. Nach der Festmesse am Sonntag zogen die Rhöndorfer Wehrleute, musikalisch begleitet vom Feuerwehrmusikzug aus Eudenbach, zum Festkommers ins Feuerwehrhaus. Und alle wollten dabei sein, so schien es: Karnevalsvereine, die Sankt-Hubertus-Schützen, der Bürger- und Ortsverein und befreundete Feuerwehren, aber auch Politiker wie Vizelandrätin Notburga Kunert, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), und Bürgermeister Otto Neuhoff waren zum Jubiläum gekommen. „Feuerwehr ist eine Familien-, eine Heimatsache“, erklärte Bürgermeister Neuhoff in seiner Dankesrede auch die Menge an Gratulanten. In der Freiwilligen Feuerwehr drücke sich der Gemeinschaftsgedanke in perfekter Weise aus, so Neuhoff. Kameradschaftsgeist und Gemeinsinn seien dort besonders spürbar.

Enger Bezug zum Dorfgeschehen

Auch, da die Rhöndorfer Feuerwehr diesen Gemeinsinn nicht nur in der Arbeit vorlebt. Dass so viele Vereine bei dem Jubiläum vertreten waren, liege sicher auch an dem Engagement im Ort. „Wir haben einen sehr engen Bezug zum Dorfgeschehen“, bestätigte Stefan Krahe, stellvertretender Löschgruppenführer, und meinte damit nicht die 116 gefahrenen Einsätze im vergangenen Jahr, sondern Karnevalszug, Wein- und Weihnachtsfeste, das Schmücken des Weihnachtsbaums oder die Reinigung des Ziepches Brunnens als Beispiele. Das wissen die Rhöndorfer natürlich und bringen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck. „Wir haben so viel Hilfe und Unterstützung zum Jubiläum erfahren, das war schon beeindruckend“, so Krahe. So verwundert es auch nicht, dass das Jubiläum nach den Festreden Volksfestcharakter annahm. Die Hüpfburg in Feuerwehroptik erfreute sich großer Beliebtheit, Kinder staunten vor den beiden roten Oldtimer-Einsatzwagen, die aus Oberkassel und Menden angefahren kamen. Grillgeruch zog über die Köpfe der Besucher hinweg, die mit einem Getränk in der Hand und der Blasmusik der Eudenbacher Feuerwehrleute im Hintergrund auf den Holzbänken saßen.

Auszeichnung mit der Goldenen Ehrennadel

Für ihre Verdienste bei der Freiwilligen Feuerwehr wurden Knud Kayser und Richard Stang von Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Außerdem überreichte Vizelandrätin Kunert, die in ihrer Rede unter anderem die körperlichen und psychischen Strapazen für Wehrleute in Erinnerung rief, eine von NRW-Innenminister Herbert Reul unterzeichnete Ehrenurkunde und appellierte, die Freiwilligen Feuerwehren zu unterstützen.

Und ihr Appell wurde erhört: Die Bad Honnefer Wehrleitung erhielt in diesem Jahr ein neues Einsatzfahrzeug, das Pfarrer Herbert Breuer anlässlich des Jubiläumsfestes segnete.