Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef: Ehemalige treffen sich 61 Jahre nach dem Abitur

Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef : Ehemalige treffen sich 61 Jahre nach dem Abitur

2018 feierten sie mit ihrem Siebengebirgsgymnasium den 100-jährigen Schulgeburtstag und das eigene Abi-Diamant-Jubiläum. Aber auch in diesem Jahr versammelten sich die „Alt-Septimontanen“, die 1958 am Siebengebirgsgymnasium ihr Abitur abgelegt hatten.

Eine schöne Tradition. Diesmal erhielt Organisator Rolf Labedzke allerdings in letzter Minute noch etliche Absagen wegen Krankheit, so dass nur ein kleiner Kreis das Programm genießen konnte.

Die anderen verpassten den Film, der gemeinsam im Saal Drachenfels geschaut wurde. Aber als Trost gibt es ja den Streifen auf DVD-Video, der im vergangenen Jahr zum Jubiläumstreffen gedreht wurde. Viel Spaß hatten die ehemaligen Sibi-Schüler besonders an den Interviews, die mit einigen von ihnen von den Filmemachern geführt wurden.

Solch eine Scheibe erhielt auch Norbert Walkembach, der frühere Lehrer und Sibi-Festkoordinator besuchte die Ehemaligen erneut. Auch beim diesjährigen Treffen erinnerten sich die 15 Teilnehmer ihrer Schulzeit. Zunächst aber packte Dietmar Weirauch, der selbst Realschul- und Gymnasiallehrer geworden und eigens aus Berlin ins Rheinland geflogen war, seine Mandoline aus, um seine Mitschüler zu begleiten, die zum Auftakt zwei Strophen des Honnef-Lieds sangen.

Diktat, Aufsatz und Rechnen

Dessen Text von Walter Nenzel war durch Klemens Heinen, ihren einstigen Musiklehrer und späteren Musik-Professor, vertont worden. Im Kranz der sieben Bergen, wie es im Lied heißt, waren 42 Schüler 1949 am Sibi aufgenommen worden. Und die Ehemaligen dieses Jahrgang sprachen auch darüber, wie hart die Aufnahmeprüfung in die Sexta war. Diktat, Aufsatz und Rechnen wurden getestet. Wer schriftlich schwach war, hatte die Chance, durch eine mündliche Nachprüfung doch noch das Ziel zu erreichen.

Die Mütter beteten dafür, wussten Teilnehmer des Klassentreffens zu berichten. Beim Stichwort Sexta und 1949 fiel den einstigen Sibi-Schülern auf, dass sie in diesem Jahr nach Adam Riese schon wieder ein Jubiläum hatten – jetzt waren es 70 Jahre nach Schulstart am Sibi. Aus allen Schülern war etwas geworden: Bankdirektor, Optiker, Mediziner, Lehrer, Unternehmer. Die Kameraden freuen sich vor jedem Treffen aufeinander, schätzen die Gespräche beim Essen, das sie auch diesmal auf der Rheinterrasse des Maritims einnahmen. Pläne wurden auch geschmiedet.

Egon Hansen lud seine rüstigen Kameraden zu einer Wanderung in den Pfälzer Wald ein. Für den 3. April 2020 ist das nächste Klassentreffen geplant. Und Rolf Labedzke mahnte: „Haltet Euch fit, bleibt gesund. In vier Jahren haben wir eisernes Abitur.“

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