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Kolpingfamilie Bad Honnef: Die Kapelle gehört jetzt zum Geschichtsweg

Kolpingfamilie Bad Honnef : Die Kapelle gehört jetzt zum Geschichtsweg

Die Kolpingfamilie Bad Honnef feierte ihre traditionelle Messe auf der Fuchshardt. Gleichzeitig wurde die neue Info-Stele eingeweiht, die den Ort auch als Teil des Geschichtsweges ausweist.

Mit Bernhardin von Siena als Prediger hätte die traditionelle Messe der Kolpingfamilie im Marienmonat Mai in der Fuchshardtkapelle vermutlich länger gedauert. Sie fand am Gedenktag dieses Heiligen statt, und so erinnerte Pfarrer Bruno Wachten an das Wirken Bernhardins (8. September 1380 bis 20. Mai 1444). Der Franziskaner zog als Wanderprediger durchs Land und war für seine bis zu fünf Stunden dauernden Predigten bekannt.

Bruno Wachten berichtete von dem Christusmonogramm „IHS“, das oft in der Toscana zu finden sei. Bernhardin hatte zu dessen Verbreitung beigetragen. Er stellte nach seinen Predigten immer eine Tafel auf mit dem goldenen „IHS“-Schriftzug – „Jesus – Hominum – Salvator“.

Der Präses der Kolpingfamilie: „Die Idee des heiligen Bernhardins war, dass Christus so im Herzen sein muss, dass wir immer mit ihm im Dialog stehen.“ Während des Zweiten Weltkriegs versammelten sich in der Fuchshardtkapelle täglich Angehörige von Soldaten zum Gebet. Diese Kapelle sei auch heute noch ein Ort, in der Menschen zum Gebet verweilen und Trost suchen. Wachten: „Wir Menschen sind aufeinander und auf Gott angewiesen.“

Die Fürbitten sprach Peter Stang, der Vorsitzende der Kolpingfamilie, der auch die Glocke der Kapelle geläutet hatte. Er dankte wie Pfarrer Wachten Gertrud Neffgen und Adolf Bittner, die sich täglich um die Kapelle kümmern, sowie Helene Conzen, die stets den Imbiss vorbereitet und spendiert hatte, und Hans Welsch, der die Brötchen beisteuerte. Diesmal stand für die Besucher noch eine weitere Ruhebank vor der Kapelle bereit, die der Kolpingverein gestiftet hat.

Auch Rolf Junker, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Herrschaft Löwenburg, und Vorstandsmitglied Michaela Diepenseifen-Alfter waren dabei. Pünktlich war nämlich neben der Kapelle die Stele zum Geschichtsweg errichtet worden. Im vergangenen Jahr wurde sie zerstört. Jürgen und Gerlind Braun hatten die Stele und eine Informationsanlage vor der Kapelle gesponsert. Beide Punkte werden an den Honnefer Geschichtsweg angeschlossen.