Reinigungsaktion in Rhöndorf: Bürger- und Ortsverein macht den Lehrweinberg fit

Reinigungsaktion in Rhöndorf : Bürger- und Ortsverein macht den Lehrweinberg fit

Zum Frühjahrsputz trafen sich am Samstag die Helfer auf dem Wingert neben dem Ziepchensplatz. Rund 130 Rebstöcke treiben bereits aus - vom Frost der vergangenen Tage blieben sie glücklicherweise verschont.

Die große Putzaktion des Bürger- und Ortsvereins am Lehrweinberg war bestens vorbereitet. Götz und Hildegard Teichgreeber hatten zuvor bereits bei gutem Wetter die Rebstöcke geschnitten und gebunden, Vorsitzender Alfred Höhler und Jörg Hunstock den Rasen komplett gemäht.

Dann kam am Samstag der Regen, und so stellten sich nur wenige Mitstreiter für den Frühjahrsputz am Weinberg ein: neben dem Vereinschef Franz-Josef Weber und Friedhelm Saffé, die bei allen Aktionen am Wingert neben dem Ziepchensplatz dabei sind, sowie Ersthelfer Hübner, der noch nicht so lange in Rhöndorf lebt und nun ebenfalls mit anpackte. Das Quartett schaffte es, sämtliche Streifen unter den Rebstöcken vom Unkraut zu befreien.

Die 130 Stöcke treiben bereits aus. Und Alfred Höhler war froh, dass es zwar auch am Fuße des Drachenfels in den letzten Tagen ungemütlich war, aber die Reben des Bürger- und Ortsvereins offensichtlich keinen Frostschaden davongetragen haben. „Winzer aus anderen Anbaugebieten beklagen große Ausfälle“, bedauerte er.

In diesem Jahr soll die Ernte wieder vom Verein eingefahren und gekeltert werden. „Im vergangenen Jahr haben wir den Ertrag unserem örtlichen Winzer gegeben, denn wir haben noch 120 der insgesamt 150 gezogenen Flaschen des Jahrgangs 2015 im Keller. Und dieser Cuvée lässt sich nicht unbegrenzt lagern.“

Im Sommer sollen die Rhöndorfer Rebpaten zu einem Umtrunk eingeladen werden. Als der Bürger- und Ortsverein vor zehn Jahren die Idee hatte, einen Lehrweinberg neben dem Ziepchensplatz anzulegen, hatten sich Rebpaten gefunden, die mit einem finanziellen Beitrag den Plan ermöglichten. „Ohne die Eheleute Teichgreeber mit ihren fundierten Fachkenntnissen und ihrem Einsatz hätten wir das alles aber nicht schaffen können“, würdigte Alfred Höhler deren Engagement. „Mittlerweile haben wir anderen uns einige Arbeitsschritte abschauen können, aber die Teichgreebers sind unsere wichtigsten Stützen.“

Der Lehrweinberg ist beliebtes Ziel der Besucher des Ortes. „Wanderer und Touristen legen gerne eine Pause hier ein und schauen sich alles an“, beobachtet Alfred Höhler nahezu täglich, wie die Schautafeln studiert und die Reben begutachtet werden. „Unser Wingert wird gut angenommen.“

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