Wunschbaum steht im Bad Honnerfer Rathaus: Bürger erfüllen Kinderwünsche

Wunschbaum steht im Bad Honnerfer Rathaus : Bürger erfüllen Kinderwünsche

Weihnachtsbaumaktion für arme Familien im Rathaus gestartet. Lego und Torwarthandschuhe stehen auf den Zetteln.

Einen Satz Lego-Minecraft-Bausteine für Florian, einen H&M-Gutschein für Lara und ein Paar Torwarthandschuhe von Borussia Dortmund (oder doch zumindest in den Farben Schwarz und Gelb) für Maximilian: Diese Wünsche sind nur drei von insgesamt 44, die ab sofort in den Zweigen des Weihnachtsbaums im Bad Honnefer Rathausfoyer zu finden sind. Die gemeinsame Aktion Weihnachtswunschbaum von Stadt, Jobcenter Rhein-Sieg und dem Hauptsache Familie Bündnis für Bad Honnef geht nunmehr ins sechste Jahr.

Rund 180 bedürftige Familien aus Bad Honnef haben Stadtverwaltung und Jobcenter angeschrieben. Die Idee: Kinder, die aus armen Familien kommen, können ihren Wunsch auf einen Zettel schreiben. Jeder Bürger kann ihn vom Baum pflücken, den Wunsch in die Tat umsetzen, das Geschenk verpacken und bis zum 11. Dezember wieder im Rathaus abgeben. In diesem Jahr gilt wieder eine Obergrenze von 25 Euro für die Geschenke.

In der kommenden Woche vor dem ersten Advent kommen drei weitere Weihnachtswunschbäume an den Stadtsparkassen-Filialen in Bad Honnef (Hauptstraße 34) und Aegidienberg (Aegidienberger Straße 66) sowie im Hit-Markt an der Berck-sur-Mer-Straße 1 hinzu. An diesen Standorten haben die Wunscherfüller bis zum 16. Dezember die Möglichkeit, das Geschenk zu besorgen und dort wieder abzugeben. Die Geschenke können die Eltern dann in der Woche vor Weihnachten im Rathaus oder Jobcenter abholen.

Beate Schaaf vom Familienbündnis wies darauf hin, dass "es in Bad Honnef viele arme Kinder gibt". Jedes zwölfte Kind lebe in einer Familie, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sei, betonte Schaaf. Damit liege die Stadt nur knapp unter dem Durchschnitt im Rhein-Sieg-Kreis. Das sollte in Anbetracht der omnipräsenten Aufnahme von Flüchtlingen nicht untergehen. "Diese Menschen dürfen wir nicht vergessen", betonte gestern auch Bürgermeister Otto Neuhoff.

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