Förderpreis des Landes NRW: Bronze für den Naturpark Siebengebirge

Förderpreis des Landes NRW : Bronze für den Naturpark Siebengebirge

Im Grandhotel auf dem Petersberg hat NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am Montagnachmittag die Sieger des Landeswettbewerbs „Naturpark.2021 Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet. Der Naturpark Siebengebirge landete auf dem dritten Platz.

Hohe Auszeichnung für den Naturpark Siebengebirge: Er ist einer von drei Preisträgern des Landeswettbewerbs „Naturpark.2021 Nordrhein-Westfalen“. Damit unterstützt das Land Projekte des Naturparks in den Jahren 2019 bis 2021 mit Fördermitteln in Höhe von rund 142.000 Euro. Die gute Nachricht überbrachte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, die am Montag zu den 13. Petersberger Naturparkgesprächen ins Siebengebirge gekommen war.

„Jedes Mal, wenn ich hier bin, geht mir das Herz auf“, schwärmte die Ministerin – und das, obwohl sie den Petersberg ob zahlreicher Staus auf dem Weg aus Düsseldorf mit einer halben Stunde Verspätung erreicht hatte. „Die Aussicht vom Petersberg ist für mich der klassische Heimatblick.“

Rund 150 Vertreter aus Tourismus, Naturschutz, Politik und Verwaltung hatte zuvor Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, zu den Petersberger Naturparkgesprächen begrüßt. „Es ist wichtig, die Naturparke in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken“, sagte er, denn ihnen komme eine besondere Bedeutung zu. Kreise und Kommunen stellten die finanzielle Basis sicher, doch sei man für die Förderprogramme des Landes „sehr dankbar“.

Wettbewerb wird alle drei Jahre ausgeschrieben

Alle drei Jahre schreibt das Land NRW den Förderwettbewerb „Naturpark. Nordrhein-Westfalen aus“, bei dem Fördermittel in Höhe von einer Million Euro vergeben werden. Das Motto des aktuellen Wettbewerbs lautete „Heimat (er)leben“. Bis Mitte August hatten die insgesamt zwölf Naturparke in NRW Zeit, ihre Konzepte einzureichen, die sodann von einer Jury bewertet wurden. „Und das Votum der Jury war einstimmig“, so die Ministerin.

„Ein deutlicher Qualitätssprung“ ist nach Ansicht der Experten dem Naturpark Siebengebirge mit seinem Konzept gelungen, das unter anderem Projekte zur regionalen Entwicklung und Wege für Kinder – Stichwort Umweltbildung – vorsieht.

„Mit den angedachten Maßnahmen möchte er vor allem eine Identifikation der im Naturpark lebenden und wirtschaftenden Menschen mit dem gesamten Naturpark erreichen“, heißt es in der Begründung weiter. Die Jury urteilte: „Der Beitrag entspricht damit in besonderem Maße der Zielrichtung des Wettbewerbs, 'neue Heimaterlebnisse' zu schaffen.“

Eine Nachricht, die neben den Vertretern der am Naturpark beteiligten Städte auch Geschäftsführerin Brigitte Kohlhaas und Hans Peter Lindlar, Chef des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge, gerne hörten.

Den ersten Platz und damit Fördermittel in Höhe von 400.000 Euro erkannte die Jury dem Naturpark Eifel für sein Projekt „Unterm Sternenzelt – Eifel bei Nacht“ zu, das das Thema Lichtverschmutzung in den Mittelpunkt rückt.

Die Vertreter des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge freuten sich über Platz zwei und 154.000 Euro für ein Umweltbildungsprojekt vor allem für Familien mit Kindern. Eine Förderung in Aussicht gestellt wurde zudem für Konzepte der Naturparke Hohe Mark und Terra.vita sowie der Naturparke Arnsberger Wald und Sauerland Rothaargebirge.

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