Daniel Thielges hilft in Sambia: Bad Honnefer absolviert Freiwilligendienst in Afrika

Daniel Thielges hilft in Sambia : Bad Honnefer absolviert Freiwilligendienst in Afrika

Am 6. September fliegt Daniel Thielges für ein Jahr ins afrikanische Land Sambia, genauer gesagt in die Stadt Mansa, wo er in einer Einrichtung der Salesianer Don Bosco sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren wird.

Die Aufregung ist „schon relativ groß“, gibt der Bad Honnefer, der im Sommer sein Abitur am Siebengebirgsgymnasium gemacht hat, zu. Es ist das erste Mal, dass er nach Afrika fliegt. „Bisher habe ich Europa noch nicht verlassen“, verrät er.

In der Einrichtung, die seit 2011 nicht nur aus einem Jugendzentrum, sondern auch aus einer Sekundarschule besteht, wird er zusammen mit einem anderen Volunteer Workshops durchführen, den Lehrkräften bei der Vorbereitung für den Unterricht helfen oder auch Freizeit- und Sportangebote organisieren. „Wir können uns überall einbringen.“

Sponsoren gesucht

Zwischen zehn und 16 Jahre alt sind die Jungen und Mädchen dort. Für die, die mit der Schule fertig sind, bieten die Mitarbeiter außerdem informelle Ausbildungskurse zum Maurer, Schmied und in der Computernutzung an. Welche Aufgaben genau auf ihn zukommen, weiß Thielges noch nicht. Vor kurzem wurde dort ein Chor gegründet. Für den Bad Honnefer, der selbst singt, eines von vielen Angeboten, das ihm liegen könnte: „Ich könnte mir vorstellen, den weiterzuführen.“

In den Wochen und Tagen vor der Reise stehen für den Honnefer nicht nur Impfungen, das Beantragen von Dokumenten oder auch das Packen seines Koffers an. Er ist auch auf Spendensuche, damit sein Freiwilligendienst überhaupt möglich ist. Das FSJ wird über das „Weltwärts“-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert, die 75 Prozent der Kosten übernehmen. 2400 Euro muss er selbst aufbringen, ein Teil davon steuert auch seine Bonner Organisation Don Bosco Volunteers bei.

Dies klappe aber ganz gut, einen Großteil hat er bereits zusammen, berichtet der FSJ-ler, der aber natürlich noch auf weitere Unterstützung hofft. Übersteigen die Spenden den Betrag, kommen sie der Einrichtung vor Ort zugute.

Victoriafälle zum Greifen nach

Den Plan, nach Sambia zu fahren, hatte Thielges zunächst nicht. „Ich wollte eigentlich in Richtung Indien“, sagt er. Im Laufe der Bewerbung bei Don Bosco verlagerte sich das Ziel dann aber deutlich nach Westen. „Es war erst schon überraschend. Ich habe mich dann etwas eingelesen, da ich über das Land selbst nicht viel wusste, und jetzt bin ich sehr zufrieden“, erklärt er und die Vorfreude ist ihm anzumerken.

Er wolle die Welt aus anderen Blickwinkeln sehen, begründet der 19-Jährige, der sich auch in seinem Verein TV Königswinter sozial engagiert, den Entschluss, das FSJ fernab der Heimat zu machen. Frei nach dem Motto: „Mal was Neues sehen, mal raus“, fasst er zusammen. Auch für Erkundungen außerhalb der Stadt hat er einige Wochen Zeit. In denen will er die zahlreichen Wasserfälle des Landes, darunter die Victoriafälle, aber vielleicht auch das ein oder andere Nachbarland wie Tansania besuchen. Er erhofft sich von der Reise „weitere Blicke auf viele Dinge, auch auf mich selbst“. Nach dem Auslandsjahr möchte Thielges gerne ein Studium beginnen, vielleicht im politischen oder auch im sozialen Bereich.

Zunächst steht jedoch das Abenteuer in Sambia an – und bis dahin viele Verabschiedungen von Freunden und Verwandten, die er fast ein Jahr nicht sehen wird. Mit den Freunden habe er schon eine kleine Party veranstaltet, nun besucht er noch nach und nach seine Verwandten. „Man merkt, es geht bald los“, sagt der 19-Jährige.

Daniel Thielges wird während des Freiwilligendienstes auf seinem Blog unter blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia aus Sambia berichten. Dort finden sich auch weitere Informationen sowie die Angaben zu Spendenmöglichkeit.