Bad Honnef: Leiche und Auto aus Rhein geborgen - Frau identifiziert

Auto in Bad Honnef untergegangen : Aus Rhein geborgene Leiche identifiziert

Im Bereich des Fähranlegers in Bad Honnef ist am Dienstagvormittag eine Leiche entdeckt worden, zudem wurde ein Auto aus dem Rhein geborgen. Die Tote wurde mittlerweile identifiziert, die Polizei schließt ein Fremdverschulden aus.

Die Leiche, die am Dienstagvormittag im Bereich des Fähranlegers in Bad Honnef aus dem Rhein geborgen wurde, ist mittlerweile identifiziert. Wie Robert Scholten, Sprecher der Polizei Bonn, am Mittwoch mitteilte, handelt es sich bei der Toten um eine 50-jährige Frau aus Rheinland-Pfalz, die seit Mitte August vermisst wurde. Das ergab die rechtsmedizinische Untersuchung. Außerdem steht mittlerweile fest, dass das an gleicher Stelle im Wasser gefundene Auto zur 50-Jährigen gehört.

„Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab keine Kenntnisse für ein mögliches Fremdverschulden“, so Scholten. Die Ermittler gehen daher von einem Unglücksfall oder einem Suizid aus.

Der Fährmeister hatte am Dienstag gegen 10.45 Uhr einen leblosen Körper im Wasser gesehen und daraufhin die Polizei verständigt. Da es Hinweise gegeben hatte, dass sich noch ein Auto im Wasser befinde, seien laut Scholten auch die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr an die Fundstelle gerufen worden. Zudem seien Taucher angefordert worden. Die konnten aufgrund der starken Strömung des Rheins allerdings wenig tun, sagte Scholten.

Wie die Polizei dann am Dienstagnachmittag mitteilte, wurde tatsächlich ein Fahrzeug im Wasser gefunden. Es wurde mit einem Kran geborgen. „Da das Auto stark verschmutzt ist, gehen wir davon aus, dass es dort schon länger liegen könnte“, sagte Scholten. Ein Zusammenhang zwischen dem Auto und der Leiche der 50-Jährigen wurde in der Folge anhand des Kennzeichens, einiger persönlicher Gegenstände sowie der rechtsmedizinischen und weiterer Untersuchungen hergestellt. Weitere Personen im Fahrzeug oder in der Umgebung haben die Einsatzkräfte nicht gefunden, so die Polizei.

Der Leichenfund und die Bergungsarbeiten hatten den ganzen Dienstag über Auswirkungen auf den Fährbetrieb zwischen Bad Honnef und Rolandseck. Der Betrieb war zunächst am Vormittag für rund eineinhalb Stunden eingestellt worden. Im Laufe des Nachmittags, als das Fahrzeug aus dem Rhein geborgen wurde, kam es erneut zu kurzzeitigen Einschränkungen.

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