Grundschule Am Reichenberg: Auf dem Weg zur Inklusion

Grundschule Am Reichenberg : Auf dem Weg zur Inklusion

Die städtische Gemeinschaftsgrundschule Am Reichenberg macht den Weg frei für inklusive Bildung. Ein wichtiger Schritt dazu ist jetzt in den Sommerferien getan worden.

Um die Schule auch für gehbehinderte Schüler zu öffnen, wurde eine neuer Toilettenraum eingerichtet und zusätzliche Handläufe im Schulgebäude angebracht. Außerdem wurden Hindernisse für Rollstuhlfahrer beseitigt.

"Die Sanitäranlagen waren insgesamt in einem nicht sehr tollen Zustand, daher wollten wir die Sanierung nicht auf eine einzelne Toilette beschränken, sondern haben gleich alles gemacht", erklärte Jochen Groteclaes vom technischen Gebäudemanagement der Stadt. Erledigt wurden die Arbeiten von den Handwerkern der Serviceabteilung des Gebäudemanagements.

Die Mädchen- und die Jungen-Toiletten wurden dabei vollständig entkernt, ein neuer Estrich wurde gelegt. Eine neue Fassade für die Sanitäranlage, die sich neben dem Schulhof befindet, soll folgen. Den Anstoß zum Umbau des Gebäudes mit Blick auf die Inklusion haben Eltern gegeben, die ihren Sohn für das kommende Schuljahr unbedingt an der Gemeinschaftsgrundschule anmelden wollten, sagte die kommissarische Schulleiterin Nicola Kiwitt. Der Junge ist auf Gehhilfen angewiesen und wird nun die Grundschule besuchen können.

"Wir haben weitere notwendigen Modernisierungen im Blick, wissen aber, dass wir natürlich nicht die einzige Schule sind", sagte die Schulleiterin. Würden im Sinne des Inklusionsgesetzes weitere Kinder mit Behinderungen aufgenommen, wäre perspektivisch auch ein Personenaufzug nötig, "aber da reden wir natürlich über ganz andere Kosten", so Kiwitt.

Der entsprechende Ausschuss des Stadtrates sei eng mit den Schulen in Kontakt, sagte Bürgermeister Otto Neuhoff. Die jetzige Sanierung an der Grundschule wurde durch eine Inklusionspauschale von 16.000 Euro gefördert. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 65.000 Euro.