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19 Flüchtlinge ziehen in die Turnhalle ein: Asylbewerber kommen am Freitag

19 Flüchtlinge ziehen in die Turnhalle ein : Asylbewerber kommen am Freitag

Am Freitag kommen 19 Asylbewerber nach Bad Honnef. Sie werden in der ursprünglich als Notunterkunft für 70 Flüchtlinge gedachten Turnhalle des Siebengebirgsgymnasiums untergebracht.

Ein entsprechender Bescheid der Bezirksregierung Köln liegt der Verwaltung laut Bürgermeister Otto Neuhoff vor. Zurzeit befinde sich die Stadt in Gesprächen mit der Polizei, um das Sicherheitskonzept im Detail abzustimmen. "Die Vorbereitung ist aber deutlich entspannter als in der vergangenen Woche. Wir haben einige Tage Vorlauf, zudem erwarten wir deutlich weniger Ankömmlinge als die 70", sagte der Bürgermeister. Den Flüchtlingen steht außerdem die Schulaula zur Verfügung.

Wie berichtet, kann aus diesem Grund vermutlich bis zum Jahreswechsel kein Sportunterricht am Sibi-Gymnasium stattfinden. Die Schüler werden auf andere Turnhallen ausweichen. Veranstaltungen in der Aula, die auch für Klausuren benutzt wird, können dort in der Zeit nicht stattfinden.

In der kommenden Woche steht der Stadtverwaltung eine zusätzliche Wohnung zur Verfügung. Die möglichst dezentrale Unterbringung ist weiterhin das angestrebte Ziel von Bad Honnef. Der Aufbau von "Containerdörfern" sei zurzeit nicht vorgesehen. Allerdings wird der Wohnraum immer knapper. Bürgermeister Otto Neuhoff appelliert deshalb an die Bad Honnefer, freien Wohnraum bei Heike Profitlich, zu melden. Sie ist per E-Mail unter heike.profitlich@bad-honnef.de zu erreichen.

Die Stadt hat Pläne ausgearbeitet, um im Ernstfall schnell auf hohe Zuweisungen von Flüchtlingen mit oder ohne Asylbewerberstatus reagieren zu können. "Wenn ein Standort spruchreif ist, gehen wir damit an die Öffentlichkeit und organisieren eine Bürgerveranstaltung", sagte Neuhoff. Es sei nicht zielführend, permanent Wasserstandsmeldungen weiterzugeben. Die Stadt habe sozialpolitische und ordnungspolitische Aufgaben. "Wenn wir Flüchtlinge zugewiesen bekommen, können wir nicht debattieren, dann müssen wir schauen, dass sie nicht draußen schlafen müssen."