Grundschule Am Reichenberg

Stiftung fördert Montessori-Pädagogik in Bad Honnef

Acht sogenannte Tausenderwürfel als Symbol für eine großzügige Spende in Höhe von 8000 Euro präsentieren Anna Bursch (v.l.), Dorit Schlüter, Nicola Kiwitt, Thomas Kollritsch, Peter Endler und Claudia Beddies.

Acht sogenannte Tausenderwürfel als Symbol für eine großzügige Spende in Höhe von 8000 Euro präsentieren Anna Bursch (v.l.), Dorit Schlüter, Nicola Kiwitt, Thomas Kollritsch, Peter Endler und Claudia Beddies.

Bad Honnef. Die städtische Gemeinschaftsgrundschule Am Reichenberg in Bad Honnef erhält von der örtlichen Bürgerstiftung 8000 Euro für den Kauf des speziellen Unterrichtsmaterials. Die Schule arbeitet seit zwei Jahren nach den Prinzipien von Maria Montessori.

Was ein Tausenderwürfel ist, wissen die Kinder der Grundschule Am Reichenberg längst. Schließlich gehören Lernmaterialien nach den Prinzipien von Maria Montessori wie jener Würfel, der im Mathematikunterricht zum Einsatz kommt, für sie dazu. Seit zwei Jahren schon lernen die Kinder an der Gemeinschaftsgrundschule Am Reichenberg in insgesamt acht jahrgangsübergreifenden Klassen nach den Prinzipien der italienischen Ärztin und Reformpädagogin. Eine wichtige Unterstützung erhielt die Schulfamilie jetzt von der Bürgerstiftung Bad Honnef.

Im Namen der Stiftung übergaben die Vorstandsvorsitzende Dorit Schlüter sowie Peter Endler als Mitglied des Stiftungsrates den Vertretern der Schule um Leiterin Nicola Kiwitt 8000 Euro für den Kauf weiteren Montessori-Materials. Der Einführung der Montessori-Pädagogik seien sechs Jahre intensiver Arbeit und engagierter Vorbereitung im Kollegium und mit der Elternschaft vorausgegangen, so Kiwitt.

Materialien für die Freiarbeit

Um das Projekt weiter voranzubringen, bedürfe es der Anschaffung weiterer Materialien für die Freiarbeit in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Sachunterricht. Hierbei sei die Spende der Bürgerstiftung ein wichtiger Baustein und eine beachtliche Unterstützung. Übergeben wurde die Spende im Rahmen der monatlichen Schulversammlung an Kiwitt sowie Thomas Kollritsch, Vorsitzender des Schulfördervereins, Schulpflegschaftsvorsitzende Claudia Beddies und Anna Bursch, Klassenlehrerin der „Erdmännchen“, die die Schulversammlung moderierte. Die Spende sei eine große Wertschätzung.

Mit der Neuausrichtung ihrer schulischen Arbeit schließt die Grundschule Am Reichenberg als städtische Grundschule zugleich eine Lücke im Montessori-Angebot. Zwei Kindergärten arbeiten nach den Montessori-Prinzipien, dasselbe gilt für die weiterführende private Schule Schloss Hagerhof. Zugleich stelle die Bildung nach Montessori eine Bereicherung für Schüler gleich welcher Schulform dar.

Individuelle Förderung

Pädagogischer Schwerpunkt der inklusiv arbeitenden Grundschule sei die individuelle und gemeinsame Förderung aller Kinder, betonte Kiwitt. In einem Lernklima, welches von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und Neugierde geprägt sei, lernten die Schüler, selbstbestimmt und eigenständig ihrer Arbeit nachzugehen. Frei nach einem Motto Maria Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Das eigenverantwortliche Handeln gebe den Kindern Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten – und sie seien so gut gerüstet für jede weiterführende Schule. Die Montessori-Pädagogik mit ihren besonderen Materialien biete optimale Voraussetzungen für die individuelle und differenzierte Förderung jedes Kindes. Der Bürgerstiftung gelte besonderer Dank, dass sie die Arbeit der Schule im Sinne der Kinder unterstütze.