Stadtsparkasse in Bad Honnef

Stadtrat gibt grünes Licht für Fusion

Das Gebäude der Stadtsparkasse in Bad Honnef.

Das Gebäude der Stadtsparkasse in Bad Honnef.

Bad Honnef. Der Stadtrat hat grünes Licht für die Fusion der Stadtsparkasse Bad Honnef mit der Kreissparkasse Köln gegeben. Die Übernahme des Kreditinstitutes ist zum 1. August 2019 vorgesehen.

„Es ist ein historischer Tag“: In diesem Punkt waren sich die Mitglieder des Bad Honnefer Stadtrats bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend einig. Nach monatelangen Beratungen gaben sie geschlossen grünes Licht für die Fusion der Stadtsparkasse Bad Honnef mit der Kreissparkasse Köln. Das Bad Honnefer Geldinstitut, gegründet im Jahr 1897, wird damit zum 
1. August 2019 von dem Kölner Kreditinstitut aufgenommen. Träger der vereinigten Sparkasse wird mit diesem Datum – vorbehaltlich der sparkassenrechtlichen Genehmigung – der Zweckverband für die Kölner Kreissparkasse.

„Es tut ein bisschen weh“, gestand Christian Kunze, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Honnefer Stadtsparkasse. „Aber wir sind letzten Endes ein Kollateralschaden von Draghis Niedrigzinspolitik.“ Bad Honnef sei kein klassischer Gewerbestandort, und Leute, die in die Stadt ziehen, brächten in der Regel ihre Kredite von anderswo mit.

„Hohen Respekt“ zollte er Vorstand und Mitarbeitern, unter den schwierigen Bedingungen so lange durchgehalten zu haben. „Die Kunden werden von der Fusion nichts merken, es wird ein sanfter Übergang“, versprach er. Man habe intensiv um die richtige Entscheidung gerungen, letztlich sei die Empfehlung für die Fusion dann jedoch einstimmig gewesen. Von einer „notwendigen und richtigen Entscheidung, die dennoch emotional berührt“ sprach auch CDU-Fraktionschef Sebastian Wolff. Positiv hob er hervor, dass die rund 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behielten und die Regionaldirektion ihren Sitz in Bad Honnef erhalte. Ähnlich argumentierten die Vertreter der anderen Ratsfraktionen: „Der Schritt war erforderlich“, sagte etwa Guido Leiwig, SPD-Fraktionschef. „Es bleibt gefühlt unsere Sparkasse.“

"Das Schiff ist auf Kurs geblieben"

Die Regularien von EZB und Bafin, „die kleine Unternehmen fast erdrückten“, machte auch Manfred Rauw von der Freien Wählergemeinschaft für die nun bevorstehende Fusion verantwortlich. „Es gab jedoch keine Alternativen“, betonte er. „Wir haben nicht verloren, sondern die beste Lösung für alle Beteiligten, vor allem für die Mitarbeiter, gefunden.“

Einen Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter der Bad Honnefer Stadtsparkasse sprach auch Bürgermeister Otto Neuhoff aus. „Das Schiff ist auf Kurs geblieben.“ Wichtig sei allen Beteiligten gewesen, einen geordneten Übergang zu schaffen. „Es ist ein faires Ergebnis“, so Neuhoff. Die Fusion der beiden Geldinstitute steht nun noch auf der Tagesordnung des Siegburger Kreistags am kommenden Montag. Am 19. Dezember soll dann die Verbandsversammlung des Zweckverbands für die KSK über die Fusion beschließen.