„Klassik zu Gast bei Coppeneur“

Lebensfreude mit Musik und Schokolade am Dachsberg

Musik mit Blick in die Schokoladenfabrik genossen im vergangenen Jahr die Besucher der Konzerte bei Coppeneur.

Musik mit Blick in die Schokoladenfabrik genossen im vergangenen Jahr die Besucher der Konzerte bei Coppeneur.

Aegidienberg. Die Reihe „Klassik zu Gast bei Coppeneur“ in der Confiserie am Dachsberg wird wieder aufgenommen. Der Themenschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Spanien und Lateinamerika.

„Das Siebengebirge ist eine kulturfreie Zone“: Eine provokante These, die ein namhafter Bonner Künstler laut Oliver Coppeneur aufstellte, als dieser im vergangenen Jahr die Reihe „Klassik zu Gast bei Coppeneur“ ins Leben rufen wollte. Und ein weiterer soll hinzugefügt haben: Keine derartige Veranstaltungsreihe habe sich langfristig etablieren können.

„Wenn eine Sache schwierig ist, ist es ein Grund mehr es zu versuchen“, dachte sich der Chocolatier und organisierte mit den Gleichgesinnten Dieter Lüttke und Herbert Groeger Konzerte im Auditorium seiner Firma in Aegidienberg. Bekanntermaßen mit Erfolg. Davon angespornt, setzen sie die Reihe fort.

Der Veranstaltungsort mache das Ganze für Zuhörer und Künstler so intim, dass das Event einen besonderen Stellenwert bekomme, meint Lüttke. Im Auditorium finden rund 120 Menschen Platz. Durch ein großes Fenster hinter der Bühne kann man in die Produktionsräume von Coppeneur schauen. Obwohl der Raum nicht für Konzerte konzipiert wurde, zeigten sich die Künstler ob der guten Akustik stets positiv überrascht, so Lüttke.

Im ersten Jahr habe die hohe Qualität der Interpreten im Vordergrund gestanden; im zweiten Jahr solle es einen Themenschwerpunkt geben: Spanien und Lateinamerika. Beides sei vor allem für, „Salsa, Rumba und Lebensfreude“ bekannt, dabei entsprängen aus ihnen immer wieder auch „leise, sinnliche und trauernde“ Stücke, meint Groeger.

Auftakt mit Gitarrenklängen

Zu den Mitwirkenden der Konzerte sagt er: „Die Künstler hier stehen alle an der Schwelle zum profilierten Musiker.“ Mit Gitarrenklängen eröffnet im März Pedro Aguilar die Reihe. Er gewann den Wettbewerb des Salzburger Gitarrenfestivals, das der renommierte Klassik-Gitarrist Eliot Fisk veranstaltet. Weiter geht es mit dem argentinisch-japanischen Duo Tokyo Tango, das zwar in der Region ansässig, aber international bekannt ist. „Vier hochbegabte Studenten“ des Mozarteum Salzburg, 13, 14, 15 und 22 Jahre jung, treten ebenfalls bei Coppeneur auf. Groeger ist sich sicher: „Das wird ein Höhepunkt.“

Persönlich überzeugen konnte er sich bereits vom Können der russischen Pianistin Anastasia Yasko. Da bestehe „eine gewisse Garantie, dass sie höchstes Niveau erreicht“. Im Rahmen von Coppeneurs 25-jährigem Firmenjubiläum spielt im April das Bottroper Sinfonieorchester unter Leitung von Alban Pengili. Auf dem Programm stehen das Forellen-Quintett von Franz Schubert und Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“.

Unter dem Motto „Jazz zu Gast bei Coppeneur“ konnten Groeger und Lüttke Musiker gewinnen, die bei Bad Honnefer Fans schon für viele schöne Momente gesorgt haben: The International Trio spielte zwischen 1998 und 2014 jedes Jahr im Kurhaus. 2018 bringen sie New Orleans Jazz und Harlem Swing nach Aegidienberg. Nach den Konzerten stehen die Musiker für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung.

Ganz nach dem Motto der Confiserie „Manufaktur für Lebensfreude“ stehe die Lebensfreude im Vordergrund, betonen die drei Organisatoren der Konzertreihe. „Wir wollen eine Bereicherung für das Leben der Menschen auf dem Berg und im Tal sein“, sagt Oliver Coppeneur. Die Kombination von Musik und Schokolade sei deswegen gar nicht so abwegig – der Mehrwert der süßen Nascherei liege schließlich nicht in ihrem Nährwert.