NRW-Radtour in Bad Honnef: 1300 Radler machen Zwischenstation in Bad Honnef

NRW-Radtour in Bad Honnef : 1300 Radler machen Zwischenstation in Bad Honnef

1300 Teilnehmer der NRW-Radtour machten am Samstag Zwischenstation in Bad Honnef und wurden von Bürgermeister Otto Neuhoff empfangen.

Wer am Samstag mit der Fähre von Rolandseck nach Bad Honnef übersetzen wollte, der geriet unweigerlich ins Staunen. Dass die Kombination aus Sonne und Wochenende viele Fahrradfahrer auf den Plan ruft, ist zwar nichts Besonderes. Wenn die Zahl der auf die Fähre Wartenden aber in die Tausende geht, gibt das schon ein beeindruckendes Bild ab.

Der Grund für den riesigen Tross von Fahrradfahrern: Die zum zehnten Mal stattfindende NRW-Radtour führte durch das Rheinland und machte am Samstag auch auf der Insel Grafenwerth Halt. In sechs Schüben wurden die Fahrradfahrer mit der Fähre nach Bad Honnef gebracht, um danach in einem nicht enden wollenden Strom auf die Insel zu fahren.

Wohin man auch schaute, man sah Radfahrer. „Ich bin mehr als begeistert von euch. Ihr seid vielfältiger als die Tour de France und dazu noch mehr Teilnehmer“, begrüßte Bürgermeister Otto Neuhoff die Teilnehmer zu ihrer Verpflegungspause. Bei 26 Grad und strahlendem Sonnenschein ging es am Samstag von Bonn aus über den Kottenforst und Meckenheim nach Rolandseck, von dort mit der Fähre nach Bad Honnef und von dort nach der Pause zurück nach Bonn – insgesamt gut 52 Kilometer.

Dabei hatten die Teilnehmer schon zwei Etappen – von Kerpen nach Köln am ersten und von Köln nach Bonn am zweiten Tag – und damit knapp 130 Kilometer bei herrlichem, aber eben auch heißem Sommerwetter hinter sich. „Trinken, trinken, trinken ist die Devise“, so Guido Kopp, der die 1300 Radfahrer als einer von 16 Tourenscouts des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) begleitete und nicht nur den Weg, sondern auch zahlreiche Trinkpausen vorschrieb.

Rund 100 Helfer waren dabei

Neben den Tourenscouts des ADFC sorgten Polizei, DRK-Sanitäter und ein Reparaturservice auf der Strecke dafür, dass auch bei der dritten Etappe alles funktionierte. Insgesamt waren es rund 100 Helfer, die bei der Tour selber, aber auch bei den Konzertveranstaltungen am Abend mit Brings in Köln und Kim Wilde in Bonn, bei der Übernachtung in Turnhallen und dem Frühstück für einen reibungslosen Ablauf sorgten. „Es gibt wirklich nichts zu bemängeln. Hier ist alles hervorragend organisiert“, bescheinigte der Essener Hartmut Jenner, der zum ersten Mal an der Großveranstaltung für Freizeitradler teilnahm, den Organisatoren von NRW-Stiftung, WestLotto und WDR 4.

Kuchen und Getränk zur Stärkung vor sich, saß er mit seinen Mitradlern auf den Holzbänken auf der Insel, hörte den Musikern von Marion & Sobo zu und genoss sichtlich die Pause und das Wetter auf der Insel. Über die Strecke urteilte er: Ausgewählt schön. Ob es die Apfelplantagen im Kottenforst, der Blick auf das Siebengebirge und Schloss Drachenburg von Rolandseck aus oder die Fahrt mit der Fähre war, die Schönheit des Rheintals mache die anstrengende Strecke allemal wieder wett. Im nächsten Jahr will Jenner definitiv wieder dabei sein – dann mit Frau und Sohn.

Die Schönheit von NRW vor Augen führen

Damit ist der Plan der Veranstalter voll aufgegangen: den Teilnehmern die Schönheit des Bundeslandes vor Augen zu führen. Nebenbei soll auf der Strecke auf Naturschutz- und Kulturprojekte aufmerksam gemacht werden, die von der NRW-Stiftung gefördert werden. In Bad Honnef sind das beispielsweise der Aalschocker Aranka, das Museum im Adenauerhaus und Sicherungsmaßnahmen am Siegfriedfelsen. An diesem ging es für die Radler dann auf dem weiteren Weg nach Bonn vorbei. Schließlich wartete am Abend vor der letzten Etappe zurück an den Startpunkt in Kerpen auf dem Münsterplatz noch ein Live-Konzert auf die Teilnehmer.