Zum Schuljubiläum: 100 Jahre Gymnasium im Siebengebirge

Zum Schuljubiläum : 100 Jahre Gymnasium im Siebengebirge

Das Siebengebirgsgymnasium feiert seinen 100. Geburtstag. Zum Jubiläum zeigen Schüler, Ehemalige und Lehrer im Kunstraum 100 Kunstwerke. Eine bunte, künstlerische Vielfalt die von Portraits über Landschaften bis hin zu Installationen reicht.

100 Jahre Sibi – 100 Meisterwerke. Im Kunstraum eröffnete das städtische Siebengebirgsgymnasium (Sibi) anlässlich des Schuljubiläums eine Ausstellung – mit Werken von Schülern, von Ehemaligen und von Lehrern. Eine bunte Schau, in der beachtliche Arbeiten des Nachwuchses einträchtig neben Werken von einstigen Sibi-Abiturienten hängen, die mittlerweile professionelle Künstler sind. Wie beispielsweise Ulrike Hansen, Andreas Rein und Uta Weckbecker. Und auch Honnefs Künstler Alfred Kreutzberg, der zwar kein Sibi-Schüler ist, aber ein Herz für Honnef und das Siebengebirge hat, zeigt einige seiner Werke.

„Eine tolle Idee unserer Fachschaft Kunst“, so Jubiläums-Cheforganisator Norbert Walkembach bei der Eröffnung der Vernissage in Anwesenheit von Bürgermeister Otto Neuhoff. Julia Erlinghagen, Diana Trippel und Gabriele Armbruster hatten die Auswahl der Ausstellungsstücke getroffen. Walkembach dankte gleichzeitig Hausherrin Cornelia Nasner, der Vorsitzenden des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur in Bad Honnef, für das Bereitstellen des Raums.

Ein würdiger Rahmen für 100 Meisterwerke, einem bunten Sammelsurium, das von Porträts über Landschaften bis hin zu Installationen reicht.

Alte Bilder und kleine Zettel

Vincenz Mösch zum Beispiel präsentiert Fotos, die bei der Sibi-Kursusfahrt nach Prag entstanden. Moritz Paetow hat ein großes Brückenbild von der Bonner Rheinharfe gemalt und eine Installation zum Thema Krieg gefertigt. Lehrerin Armbruster zeigt ihr erstes großes Werk – ein Stimmungsbild, das einen hoch aufgerichteten Mann zeigt, der auf einige wie Konrad Adenauer wirkte. Drahtfiguren stellen einen Lehrer und einen Schüler dar – beschriftete Papierschnipsel geben Auskunft über deren Gefühle. Die Zettel tragen Aufschriften wie Freunde, die coolste Klasse oder Pappnasen.

Die ausgestellten Bilder können erworben werden. Der Erlös fließt in das Jubiläums-Projekt des Sibi: Schule und Kinderhaus Notre Dame de la Médaille Miraculeuse in Haiti. Auch der Obolus für eine Scheibe des überlangen Sibi-Brots, das Klaus und Uta Weckbecker gespendet hatten, geht dorthin. Wie der Ateliertisch eines Künstlers wirkte der Imbisstisch – neben dem eineinhalb Meter langen Brotlaib standen Farbdosen eines Malers nachempfundene Behälter mit Aufstrichen von Rote Bete bis Tomate samt Spachtel.

Kein Vergleich mit New York

Während es in Honnef Kunst im Kunstraum gab, grüßte die ehemalige Sibi-Schülerin Anna Salomoneron aus dem Museum of Modern Art in New York ihre ehemalige Lehrerin Julia Erlinghagen. Salomoneron studiert dort Strafrecht. Mit den 150 000 Werken dieses weltbekannten Museums kann sich der Kunstraum nicht vergleichen. Aber 100 Meisterwerke sind ja auch schon eine ganze Menge. Und die von der erst neunjährigen Karla Ferrier schon so ausdrucksvoll zur Eröffnung dargebotenen Werke von Mozart und Chopin waren ein besonderer zusätzlicher Kunstgenuss.

Die Ausstellung „100 Sibi-Meisterwerke“ ist bis Sonntag, 18. November, täglich von 15 bis 17 Uhr im Kunstraum am Rathausplatz zu sehen.